Bericht
05.02.2026
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Immobilien-Symposium Nordrhein-Westfalen 2026

Die Innenstadt der Zukunft
©Ulrich Gunka

Wie sehen die Innenstädte der Zukunft aus? Welche Mobilitätsangebote werden die Menschen in Zukunft nutzen? Zwei zentrale Fragen, mit denen sich das Immobilien-Symposium Nordrhein-Westfalen des Wirtschaftsrates NRW am Donnerstag, 5. Februar 2026, beschäftigte. Das neue Format des Immobilien-Symposiums war auch in seiner zweiten Auflage sehr erfolgreich: Sämtliche Plätze beim Gastgeber Drees & Sommer SE in Düsseldorf waren besetzt. Stefanie Lütteke (Partnerin/Head of NRW bei Drees & Sommer) und Uåsa Maisch (Vorsitzende der Landesfachkommission Bau, Immobilien und Stadtentwicklung und Executive Director der Epicore Investemt Management GmbH) begrüßten die Gäste.

Wie sieht es also aus in den Innenstädten? Für Düsseldorf zeichneten Bürgermeister Josef Hinkel und Andreas Hartnigk, Vorsitzender des Bauausschusses der Landeshauptstadt, ein positives Bild. Die Düsseldorfer Innenstadt zieht mehr Besucher denn je an; Umgestaltungsprojekte wie an der Schadowstraße hätten alle Erwartungen übertroffen. Allerdings: Hartnigk sprach auch von Herausforderungen, etwa wenn es um eine leistungsfähige Infrastruktur geht.

Eine Ansicht, die von Stefanie Lütteke im Panel „Die Innenstadt von morgen: smart und attraktiv“ geteilt wurde: „Die Wirtschaft wird sich nur erholen, wenn es mit der Infrastruktur vorangeht. Es ist gut, wenn wird wieder über Infrastruktur sprechen.“ Für Lütteke ist die Digitalisierung in der Baubranche ein Schlüssel, um das Sanierungstempo zu erhöhen.

Philipp Kretzer, Chief Sales Officer der Galeria S.à.r.l. & Co KG, lenkte den Blick auf die Zukunft des Kaufhauses. Neue Konzepte, starke Partner als Frequenzbringer und ein maßgeschneidertes, regional abgestimmtes Sortiment, das sind Rezepte, um das Kaufhaus fit zu machen. „Bei Galeria wollen wir Nägel mit Köpfen machen.“ Dazu gehört auch, einstmals großdimensionierte Verkaufsflächen für Wohnungen oder Büros zu nutzen. Oder Bildungseinrichtungen oder Kita dort anzusiedeln, wie Stefanie Lütteke anregte. „Eine Innenstadt muss eine Identität vermitteln“, so Lütteke. Für das Unternehmen Lidl Immobilien Dienstleistung GmbH & Co KG berichtete Stephan Zwierzynski (Leitung Immobilien Region Nordwest) über lange und komplexe Planungsphasen, bis neue Märkte eröffnet werden können, Sven Ladeck (Senior Referent Public Affairs der Vonovia SE) betonte die soziale Verantwortung des Wohnungsbau-Unternehmens.

Im zweiten Panel „Mobilitätswende in herausfordernden Zeiten“, das ebenfalls von Dr. Martin Kessler moderiert wurde, zählte Oliver Krauß MdL (Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für Verkehr) in einem regelrechten Schlagwort-Stakkato die Vielzahl von Herausforderungen auf: Vom Zusammenhang zwischen dem morgendlichen Schulbeginn und Busfahrplänen bis hin zur Digitalisierung des Bahnverkehrs. Wesentlich für den Landtagsabgeordneten: Die Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen. Und: Das Auto bleibt auf dem Land unverzichtbar.

Dr. Werner Kook (Chief Representative RETHMANN Group / Member of the Board of Directors TRANSDEV Group) berichtete von vielfältigen Herausforderungen, wenn es um die Planung von ÖPNV-Angeboten geht, die über Gemeindegrenzen hinausgehen. Er appellierte an die politischen Entscheider, mit der Wirtschaft zu kooperieren, „es gibt viele Ansätze für Lösungen und Innovationen“. Unterstützung kam von Benjamin Legrand, Leiter Unternehmenskommunikation Business Metropole Ruhr GmbH: „Wir brauchen die Impulse aus der Privatwirtschaft.“

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