Bericht
19.01.2026
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Jahresauftakt der Sektion Düsseldorf mit Prof. Dr. Günter Krings

Statt Bürokratie: Den Unternehmen vertrauen
©Ulrich Gunka

Bis auf den letzten Platz besetzt waren die Reihen, als die Sektion Düsseldorf des Wirtschaftsrates zum traditionellen Jahresauftakt eingeladen hatte. Rund 300 Gäste konnten im Düsseldorfer Industrieclub begrüßt werden. Besonderes Highlight des Abends war die Rede von Prof. Dr. Günter Krings - stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU / CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der CDU-Landesgruppe NRW, mit dem Fokus: „Worauf wir stolz sein können —  was wir ändern müssen!“ Ein passendes Thema in einem Jahr, in dem Krisen die Agenda bestimmen.

Vielleicht legte Krings, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der CDU-Landesgruppe NRW, deshalb seinen Fokus auf die Dinge, die im Land funktionieren.  Angefangen bei der Bundesregierung, die besser ist als ihr Ruf – die allerdings ihre Erfolge besser kommunizieren sollte.

Der Bundestagsabgeordnete legte den Blick auf die Wirtschaft: Trotz einiger sorgenvoller Tendenzen ist Deutschland immer noch die drittstärkste Exportnation der Welt, so Krings. Deutschland stehe für „Qualität und Innovation“. Die Regierung habe bereits wichtige wirtschaftspolitische Reformen auf den Weg gebracht. Aktuell gelte es auf den „verstummten Dreiklang aus billiger Energie aus Russland, billigen Absatzmärkten in China und kostenloser Sicherheit aus den USA“ Antworten zu finden. Die können nicht in einem Zuwachs an Bürokratie liegen, sondern in „Vertrauen in die Unternehmen“. Es gelte jetzt, die Geschäftsfelder der Zukunft zu besetzen. Krings nannte BioTech, Pharma, KI und auch autonomes Fahren.

Die funktionierende Wirtschaft ist die Basis für den Sozialstaat. „Den darf man nicht kleinreden, der Sozialstaat geht nicht kaputt.“ Aber: Immer wieder neue Leistungen zu fordern („draufsatteln“) sei definitiv der falsche Weg. Mit dem Umbau des Bürgergeldes zur Grundsicherung habe die Bundesregierung den richtigen Weg eingeschlagen. Zugleich müsse man über die Verlängerung der Wochen- und Lebensarbeitszeit nachdenken. „Damit halten wir Wirtschaft und Sozialstaat stabil“, so Krings. 

Die Basis von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft ist der Aufbau der Demokratie nach dem Ende des Krieges, der eng mit dem Namen Konrad Adenauers verknüpft ist. Daran erinnerte Prof. Dr. Günter Krings und appellierte abschließend: „Die Leistung der Ära Adenauer ist Verpflichtung, sie zu bewahren und weiter zu entwickeln.“