Bericht
18.12.2025
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Wie steht es um die Wirtschaft in Dortmund?

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber zu Gast beim Wirtschaftsrat Dortmund
©Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen

Zu Beginn führte der Dortmunder Oberbürgermeister Kalouti in seiner Rede ein, in der er die aktuelle finanzielle Situation der Stadt in den Fokus rückte. Er schilderte die Herausforderungen, die sich aus den jüngsten Haushaltsbelastungen ergeben, und betonte zugleich die Notwendigkeit, Krisen nicht als Belastung, sondern als Chance zu begreifen. In diesem Sinne kündigte er eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Wirtschaft an, um gemeinsam tragfähige Investitions- und Entwicklungsimpulse zu setzen.

Kalouti hob hervor, dass Dortmund das Potenzial habe, sich als attraktiver Wirtschaftsstandort weiter zu profilieren. In diesem Zusammenhang wurden Visionen skizziert, wonach Dortmund sich zu einem innovativen Kernpunkt in der Region entwickeln könne, der unternehmerische Dynamik mit nachhaltigem Wachstum verbinde. Erste positive Indikatoren in Bereichen wie Sauberkeit, Sicherheit und Lebensqualität wurden als Beleg dafür angeführt, dass die richtigen Reformschritte bereits Wirkung zeigen. Zugleich betonte der Oberbürgermeister die Bedeutung investiver Maßnahmen, insbesondere im Kommunalen Ordnungsdienst, um Ordnung, Sicherheit und Infrastruktur weiter zu stärken.

Stefan Schreiber, IHK-Hauptgeschäftsführer zu Dortmund trat mit einer pragmatischen Perspektive auf. Er unterstrich die Bedeutung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die Unternehmen benötigen, um Investitionen zu tätigen und Arbeitsplätze zu sichern. Die Rolle von Gewerbeflächen und Standortfaktoren wurde als entscheidend hervorgehoben: Sie seien maßgeblich dafür verantwortlich, wie attraktiv die Großstadt für Unternehmen bleibe und wie wettbewerbsfähig sie sei. Gleichzeitig wurde auf die Notwendigkeit einer Deregulierung hingewiesen, um bürokratische Hemmnisse abzubauen und schnelle wirtschaftliche Entscheidungen zu ermöglichen. Sektionssprecher Christian Röttger fügte hinzu, dass wirtschaftliche Entwicklung nur dann nachhaltig gelingt, wenn Rahmenbedingungen stimmen und klare politisch-wirtschaftliche Fahrtrouten gesetzt sind.

Die Teilnehmende betonten, dass Krisenmomente als Katalysator für Investitionen genutzt werden sollten, etwa durch beschleunigte Genehmigungsprozesse oder Anreize für gezielte Ansiedlungen. Zusammenfassend zeichnete sich eine verlässliche partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Kammer seine Stärken besser nutzen zu wollen ab. Die Perspektiven stehen im Zeichen weiterer Strukturreformen, einer stärkeren Fokussierung auf Standortqualität, Arbeitsmarktförderung und Investitionsbereitschaft. Dabei bleibe der zentrale Auftrag: wirtschaftliche Wachstumsimpulse so zu setzen, dass sie nachhaltig Arbeitsplätze schaffen, fügte der Sprecher der Sektion Dortmund/Östliches Ruhrgebiet des Wirtschaftsrates Röttger abschließend hinzu.

Sektion Dortmund/Östliches Ruhrgebiet