Bericht
02.02.2026
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Starker Start ins Jahr: Sektion Trier-Bitburg diskutiert Zukunft der Infrastruktur mit Patrick Schnieder

Auch in diesem Jahr hat die Sektion Trier-Bitburg zu ihrem Neujahrsempfang eingeladen.
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Zum Jahresauftakt hat die Sektion Trier‑Bitburg des Wirtschaftsrates ihre Mitglieder und Gäste zum Neujahrsempfang auf Schloss Lieser eingeladen. Im besonderen Ambiente des Schlosses kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammen, um über „Verkehrspolitik & Mobilität in der Region Trier‑Bitburg“ zu sprechen – mit Blick auf die Anbindung an nationale und europäische Achsen sowie den grenzüberschreitenden Verkehr in der Großregion.

Den Auftakt gestaltete Hausherr Piet Killaars, der in seinen Worten deutlich machte, wie eng unternehmerisches Handeln, Verantwortung für den Standort und die Zukunftsfähigkeit einer Region zusammengehören. Gerade ein Ort wie Schloss Lieser zeigte an diesem Abend, was unsere Region ausmacht: Substanz, Kultur, Identität – und zugleich die Bereitschaft, Zukunft aktiv zu gestalten.

Im Anschluss begrüßte Sektionssprecher Stefan Kutscheid die Gäste und ordnete das Thema bewusst ein: Nicht mit einer Liste einzelner lokaler Infrastrukturprojekte – diese fachliche Einordnung sollte der berufene Mund des Abends übernehmen – sondern mit einem Blick auf die große Linie. Denn Mobilität ist mehr als Technik: Sie ist Teilhabe, Wettbewerbsfähigkeit und am Ende Lebensqualität. Der Jahresauftakt war damit auch eine Einladung, Zukunft nicht nur zu verwalten, sondern in Leitbildern zu denken: Was bedeutet es 2035 „Mensch zu sein“ – und wie sieht 2040 eine Region aus, die durch Infrastruktur, Energie und neue Arbeitsformen wieder positive Nachfrage erzeugt statt schleichender Entwertung?

Im Zentrum des Abends stand anschließend der Impulsvortrag von Patrick Schnieder, MdB, Bundesminister für Verkehr, mit anschließender Diskussion.

Er berichtete aus der Arbeit des Ministeriums und machte anhand konkreter Beispiele deutlich, wo Deutschland Investitionen, bessere Priorisierung und schnellere Entscheidungen braucht. Besonders im Fokus: die Frage, wie sich Infrastrukturpolitik in der Realität des Alltags beweisen muss – bei Verlässlichkeit, Sanierung, Netzrobustheit und Umsetzungsfähigkeit. Auch die Situation der Deutschen Bahn sowie der Anspruch, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit zu verbessern, wurden deutlich adressiert. Darüber hinaus griff er ein Thema auf, das viele Familien und Betriebe unmittelbar betrifft: die steigenden Kosten des Führerscheins – verbunden mit dem Hinweis, bürokratische Vorgaben zu überprüfen und Verfahren zu vereinfachen.

Der anschließende Austausch zeigte, was den Wirtschaftsrat ausmacht: Praxisnähe, Verantwortungsbewusstsein und der Wille, Lösungen nicht nur zu diskutieren, sondern in die Umsetzung zu bringen. In diesem Geist setzte Stefan Kutscheid am Ende einen klaren Zukunftsimpuls: Innovationsunternehmen kommen ohne staatlich begleitete Modellprojekte in Regionen nicht in die Skalierung – nicht, weil Verwaltung „böse“ ist, sondern weil sie systemisch auf Risikovermeidung optimiert ist. Wenn wir möchten, dass aus Innovation Wertschöpfung für Deutschland entsteht, müssen Public Value (Daseinsvorsorge/Standards), People Value (Akzeptanz/Alltagserleichterung) und Private Value (Invest/Skalierung) gemeinsam gedacht werden.

Der Abend klang bei persönlichen Gesprächen aus – mit dem positiven gemeinsamen Gefühl: Zukunftsfreude überwindet Zukunftsangst, wenn Menschen erleben, dass Gestaltung möglich ist. Und genau dafür stehen wir als Sektion Trier‑Bitburg: Räume, Infrastruktur und Rahmenbedingungen möglich zu machen, die Lebensqualität schaffen – sozial, ökologisch und ökonomisch.