Bericht
09.04.2026
Drucken

Infrastruktursymposium - Bedeutung und Chancen des Sondervermögens Infrastruktur für den Wirtschaftsraum Saarland und Rheinland-Pfalz

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder MdB zu Gast in Saarbrücken.
©Wirtschaftsrat

Im Rahmen des Infrastruktursymposiums zur Zukunft der Verkehrsinfrastruktur begrüßten der Wirtschaftsrat Saarland, die SaarLB und der Club des Affaires Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder MdB in den Räumen der SaarLB in Saarbrücken. Im Mittelpunkt des Abends standen die Bedeutung und Chancen des Sondervermögens Infrastruktur für den Wirtschaftsraum Saarland und Rheinland-Pfalz. Deutlich wurde: Leistungsfähige Verkehrswege sind eine zentrale Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit, verlässliche Lieferketten und wirtschaftliches Wachstum.

Infrastruktur entscheidet über wirtschaftlichen Erfolg

Praxisbeispiele haben gezeigt, wie stark Unternehmen von funktionierender Infrastruktur abhängig sind. Der Ausfall wichtiger Verkehrsachsen führt unmittelbar zu Produktionsverzögerungen, steigenden Kosten und Umsatzverlusten. Umgekehrt sorgen schnelle Wiederherstellungen für spürbare Entlastung in der Wirtschaft.

Investitionen und realistische Zielsetzungen

Mit geplanten Investitionen von rund 170 Milliarden Euro bis 2029 setzt die Bundesregierung klare Schwerpunkte – insbesondere auf die Modernisierung der Schiene. Gleichzeitig betonte Bundesverkehrsminister Schnieder in seiner Keynote, dass realistische Zielsetzungen und eine konsequente Umsetzung entscheidend sind, um die Leistungsfähigkeit des Systems nachhaltig zu verbessern.

260409_Podium.jpeg

v.l.n.r.: Dr. Frank Thomé, Patrick Schnieder MdB, Philipp Gross, Frank Oliver Wild, Jürgen Barke MdBR


Planungsbeschleunigung als entscheidender Hebel

Im Verlauf der anschließenden Podiumsdiskussion - moderiert durch Dr. Frank Thomé (Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Saarland) mit Patrick Schnieder MdB (Bundesminister für Verkehr), Jürgen Barke MdBR (Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie) Philipp Gross (Geschäftsführender Gesellschafter der Peter Gross Bau Holding GmbH) und Frank Oliver Wild (General Manager bei DACHSER SE) - wurde deutlich, dass ein zentrales Hindernis für Unternehmen langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren sind. Das geplante Infrastruktur-Beschleunigungsgesetz soll hier deutliche Verbesserungen bringen – durch digitale Verfahren, weniger Bürokratie und klare Priorisierung wichtiger Projekte. Ziel ist eine spürbare Verkürzung der Umsetzungszeiten.

Fachkräftemangel und Logistik im Blick

Neben der Infrastruktur bleibt der Fahrermangel eine große Herausforderung für Unternehmen. Diskutiert wurden Maßnahmen zur Vereinfachung von Qualifikation und Ausbildung sowie zur besseren Nutzung internationaler Fachkräfte.

Fazit

Für Unternehmen ist klar: Verlässliche, leistungsfähige Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor. Die angekündigten Investitionen und Reformen bieten Chancen – entscheidend wird jedoch die schnelle und konsequente Umsetzung sein.

 

Der Wirtschaftsrat bedankt sich herzlich für die Gastfreundlichkeit der SaarLB sowie die gute Zusammenarbeit mit der SaarLb und dem Club des Affaires.