Bericht
11.02.2026
Drucken

Neujahrsempfang des Wirtschaftsrats Sachsen-Anhalt 2026

©Vincent Grätsch

Der Neujahrsempfang des Wirtschaftsrats der CDU e.V., Landesverband Sachsen-Anhalt, markierte einen festlichen und zugleich inhaltlich richtungsweisenden Auftakt in das neue Jahr. Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu setzen.

Eröffnung und Begrüßung

Die Veranstaltung wurde feierlich von dem Landesvorsitzenden Sirko Scheffler und der Sektionssprecherin Steffi Brauer eröffnet, beide hießen über 100 Gäste herzlich willkommen. In ihren einleitenden Worten betonten sie die Bedeutung des gemeinsamen Dialogs zwischen Unternehmerschaft und politischer Führung sowie die Rolle des Wirtschaftsrats als verlässliche Plattform für diesen Austausch. Dabei konnte dem Publikum ein Einblick der Verbandsarbeit des Wirtschaftsrats durch einen Rückblick den Jahres 2025 und einen Ausblick im neuen Jahr 2026 gegeben werden. Weitere hochrangige Gäste konnten von den Moderatoren begrüßt werden, darunter Mitglieder aus dem Landtag von Sachsen-Anhalt: Christian Albrecht MdL, Jörg Bernstein MdL, Eva Feußner MdL und Elke Simon-Kuch MdL; Oberbürgermeister: Daniel Szarata der Stadt Halberstadt; Bürgermeister Carsten Staub der Lutherstadt Eisleben und Martin Senkbeil der Gemeinde Kabelsketal; Fachbereichsleiter Thomas Rimpler; Arbeitgeberpräsident Marco Langhof und der Präsident des 1. FC Magdeburg Dr. Jörg Biastoch.

Impulsvortrag des Ministerpräsidenten

Ein Höhepunkt des Abends war der Impulsvortrag des Ministerpräsidenten Sven Schulze. In seiner Festrede ging er auf die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Herausforderungen der Transformation sowie die Chancen für den Standort Sachsen-Anhalt ein. Er unterstrich die Notwendigkeit verlässlicher Energiepolitik, wettbewerbsfähiger Steuern und eines entschlossenen Bürokratieabbaus. Des Weiteren liegt der Fokus des Ministerpräsidenten auf die Landtagswahlen im September diesen Jahres, wobei er mit vollem Tatendrang und Engagement das Wahlergebnis positiv gestalten möchte.

Im Anschluss an seine Rede wurde der Ministerpräsident von der traditionsreichen Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle – den sogenannten „Halloren“ – nach über 500-jährigem Brauch in seinem Amt begrüßt. Gemäß alter Tradition trank der Ministerpräsident aus dem Silberkelch der Brüderschaft. Dieser symbolträchtige Akt soll ihm nach überliefertem Brauch Glück und Erfolg als Landesvater bringen und unterstreicht die tiefe Verwurzelung regionaler Traditionen in Sachsen-Anhalt.

                     

Impulsvortrag 

Im Anschluss folgte ein Impulsvortrag von Gitta Connemann MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die die Perspektiven der Bundespolitik darlegte. Sie sprach über die Bedeutung mittelständischer Strukturen, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Notwendigkeit wirtschaftspolitischer Verlässlichkeit auf nationaler Ebene.

Es folgten weitere Redebeiträge von:

Sven Czekalla, Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt

Kerstin Godenrath, Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt

Mit großer Leidenschaft setzte sich Carsten Franzke, Mitglied des Landesvorstands Wirtschaftsrat und Geschäftsführer der SKW-Stickstoffwerke Piesteritz GmbH, mit seinem Redebeitrag für seine Heimat ein. Er steht für eine Energiewende, um wirklich nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu entwickeln. Vor allem geht es ihm darum, die industriellen Chemiestandorte in Sachsen-Anhalt langfristig zu sichern und zukunftsfest aufzustellen. Seine Rede war so eindrucksvoll, dass diese selbst einen Tag nach der Veranstaltung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie angefordert wurde, um die Handlungsempfehlungen von Franzke zu entnehmen.

Ein Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Halle (Saale) Dr. Alexander Vogt rundete das offizielle Programm ab. Er unterstrich die Bedeutung der Stadt als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort und bekräftigte die enge Zusammenarbeit zwischen Kommune und Wirtschaft.

 Im Anschluss an das offizielle Programm nutzten die Gäste die Gelegenheit zum intensiven Networking. In zahlreichen Gesprächen wurden Kontakte gepflegt, neue Kooperationen angestoßen und gemeinsame Projekte erörtert. Der Neujahrsempfang erwies sich damit nicht nur als festlicher Jahresauftakt, sondern als wichtiger Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Der Abend setzte ein starkes Zeichen für Zuversicht, Zusammenhalt und unternehmerischen Gestaltungswillen in Sachsen-Anhalt.