Arbeitsfrühstück des Sektionsvorstandes Chemnitz
Am 23. April 2026 fand das Arbeitsfrühstück der Sektion Chemnitz des Wirtschaftsrates im Restaurant „La bouchée“ in Chemnitz mit Silvana Bergk, Leiterin Geschäftsbereich Wirtschaft, Stadt Chemnitz, statt. Grundlage dafür war der jährliche Austausch in Sachen Wirtschaft in Chemnitz und Umgebung. Ziel des Treffens war der offene Austausch mit Silvana Bergk, zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen der Region.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die derzeit angespannte wirtschaftliche Lage in Chemnitz. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die wirtschaftliche Entwicklung aktuell vor großen Herausforderungen steht und gezielte Maßnahmen erforderlich sind, um den Standort nachhaltig zu stärken.
Ein weiterer zentraler Punkt war die Notwendigkeit, sich auf wesentliche Aufgaben zu konzentrieren. Dies wurde auch am Beispiel des Geschäftsbereichs Wirtschaft der Stadt Chemnitz deutlich, der inzwischen auf 11 Mitarbeiter reduziert wurde. Vor diesem Hintergrund wurde die Bedeutung effizienter Strukturen und klarer Prioritäten hervorgehoben.

(Foto: Wirtschaftsrat)
Darüber hinaus wurden neue Branchen und Wachstumsmöglichkeiten für Chemnitz diskutiert. Insbesondere die Bereiche Medizintechnik und Robotik bieten aus Sicht der Teilnehmer großes Potenzial für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die frühzeitige Begeisterung von Kindern und Jugendlichen für technische Themen. Hier spielen MINT-Initiativen eine entscheidende Rolle, für die sich insbesondere der Wirtschaftsrat engagiert.
Im Verlauf der Diskussion wurde betont, dass die Wirtschaft wieder stärker in den Fokus politischen Handelns rücken muss. Nur eine florierende Wirtschaft kann langfristig die Grundlage für stabile soziale Ausgaben schaffen.
Weitere Themen des Austauschs waren der geplante Innovationscampus in Rabenstein, der Stand der digitalen Verwaltung in Chemnitz, die im September 2027 anstehende Oberbürgermeisterwahl sowie aktuelle Entwicklungen im Stadtrat. Zudem wurden die verwertbaren Ergebnisse aus dem Kulturhauptstadtjahr 2026 erörtert.
Auch die Zukunft des Hotels Kongress wurde thematisiert. Dabei wurde unter anderem eine mögliche Reduktion der Zimmeranzahl von 400 auf 200 diskutiert, wobei bislang noch kein Investor gefunden werden konnte. Ergänzend wurden Fragen der Wärmeversorgung der Stadt Chemnitz sowie der „Masterplan Südwestsachsen“, an dem sich auch der Wirtschaftsrat beteiligt, besprochen.
Das Arbeitsfrühstück zeichnete sich durch eine offene und konstruktive Gesprächsatmosphäre aus. Die Teilnehmer konnten ihre Perspektiven einbringen und gemeinsam Lösungsansätze diskutieren.
Ein besonderer Dank gilt Silvana Bergk für den abermals sehr konstruktiven Austausch und ihre Bereitschaft zum offenen Dialog mit der regionalen Wirtschaft.