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Künstliche Intelligenz und Wertschöpfung 4.0

Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und technologischer Forstschritt bieten dem Maschinen- und Anlagenbau nachhaltige Wettbewerbsvorteile.
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Ob die Fabrik in der Zukunft in Deutschland entsteht, hängt nicht nur von den Unternehmen ab. Wichtige Rahmenbedingungen für die Industrie müssen mit Politik und Gesellschaft vereinbart werden. Der Wirtschaftsrat setzt sich für eine stärkere Fokussierung auf die Chancen von Künstlicher Intelligenz (KI) ein. Gerade für den breit aufgestellten Artificial Intelligence Act – der europäische Rechtsrahmen für KI – gilt es, die Praxistauglichkeit und Innovationsoffenheit stärker zu betonen. Einsatzfelder und öffentliche Wahrnehmung von KI-Lösungen haben durch die Corona-Pandemie von einem Digitalisierungsschub profitiert. Dies gilt ebenso für die Weiterentwicklung von Klimamodellen, die Optimierung von ressourceneffizienten Produktionsverfahren sowie für Assistenzsysteme im Rahmen des demografischen Wandels.

Künstliche Intelligenz_145963469© Adobe Stock -zapp2photo.jpg© Adobe Stock - zapp2photo

Ziel der Kommission ist es, den Forschungstransfer auf Basis der weltweit konkurrenzfähigen deutschen KI-Forschung zu verbessern, um Innovationen zu fördern. Die Grundlagenforschung ist in Deutschland auf einem Spitzenniveau, das für tragfähige, skalierbare Geschäftsmodelle genutzt werden muss, betonen die Vorsitzenden, Markus Ochsner, Vorstandsvorsitzender ABB Deutschland sowie seine Stellvertreter Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender Heidelberger Druckmaschinen und Karsten Neugebauer, Gründer und CEO G2K Group. Der kritische Erfolgsfaktor dafür ist der verbesserte Zugang zu (öffentlichen) Daten und ihre rechtssichere Nutzung.

Technische Infrastruktur ausbauen
Eine der größten Hürden für KI stellen die unzureichenden Rechenkapazitäten dar. Diese spielen etwa bei der Entwicklung von sog. Foundation Models eine zentrale Rolle. Ein bekanntes Beispiel ist der Sprachgenerator GPT-3. Das Training dieser Sprachmodelle braucht große Datenbestände und verursacht enormen Rechenaufwand. Das ist ein Paradigmenwechsel in der KI. Deutschland und die EU müssen dringend in Hardware investieren.

Förderverfahren vereinfachen
Die Ampel-Koalition muss dringend dafür Sorge tragen, dass die Mittelstandsförderung für den Einsatz von KI effektiver wird. Förderverfahren müssen beschleunigt, praxis- und KMU-tauglicher ausgestaltet und von bürokratischen Hürden befreit werden.

Bildungsinitiative aufsetzen
Sowohl Unternehmen als auch die Gesellschaft müssen vermehrt auf Machine Learning und KI-Anwendungen setzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Daher verfolgt der Wirtschaftsrat im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft weiterhin das Ziel, Digitalthemen und KI zu prioritären Bildungszielen zu erklären, um unseren Wohlstand auch für künftige Generationen zu sichern.

Gründerkultur stärken
Startups stellen wichtige Impulsgeber für KI-basierte Innovationen dar. Industrie und Mittelstand spielen eine wichtige Rolle im wachsenden Start-up-Ökosystem. Damit gegenseitiges Know-how zielgerichtet genutzt werden kann, setzt sich der Wirtschaftsrat für die Förderung von Kooperationen und kooperativen Geschäftsmodellen ein.

Kernforderungen der Bundesfachkommission Künstliche Intelligenz und Wertschöpfung 4.0:

Für 2022 hat sich der Wirtschaftsrat vorgenommen zukunftsorientierte KI-Rahmenbedingungen weiter zu stärken. Die Politik darf diese chancenreiche Technologie keinesfalls überregulieren. Im Gegenteil: Sie sollte daran arbeiten, Deutschland und die EU als Ganzes zu einer führenden Region für verantwortungsbewusste KI zu machen.

  • Entwicklung eines Masterplans für Künstliche Intelligenz: Ausbau des KI-Standortes Deutschland vorantreiben, etwa durch Forschung, die Entwicklung und Festlegung ethischer Grundsätze und (politische) Regulierung. Ziel ist die Schaffung einer Willkommenskultur für digitale Innovationen.
  • Gründung einer KI-Kommission, welche die Grundsätze und Regeln im Bereich der Forschung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz festlegt.
  • Deutschland muss zum Vorreiter des Industrial IoT, dem Internet der Dinge für industrielle Anwendungen, werden. Hierfür sind Pilotprojekte für technisch hochwertige und leistungsfähige IoT-Plattformen notwendig.


Vorsitz

Markus Rolf

Ochsner

Vorsitzender des Vorstandes
ABB Deutschland

Stellvertretender Vorsitz

Rainer Hundsdörfer ©Marquardt Gruppe

Rainer

Hundsdörfer

Vorsitzender des Aufsichtsrates
Marquardt Gruppe

Karsten

Neugebauer

Gründer und CEO
G2K

Ihr Kontakt

©Jens Schicke

Rolli

Vogel

Fachgebietsleiter
Innovation und Digitales

030 / 240 87 - 219