Wirtschaftsrat warnt vor Verlust des AAA-Ratings für Deutschland
Nach der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts zum Finanzierungsdefizit des Staates (betrug im 1. Halbjahr 2026 71,3 Milliarden Euro, lag damit um 36,6 Milliarden Euro höher als im Vorjahreszeitraum) berichtet die Nachrichtenagentur Reuters über die Einordnung des Wirtschaftsrates: "Deutschlands Top-Rating ist historisch auf dem Fundament einer stabilen politischen Mitte, einer besonnenen Fiskalpolitik und einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft, die sich an wandelnde Erfordernisse der Weltmärkte anpassen kann, gebaut", so Generalsekretär Wolfgang Steiger. "Dieses Fundament bröckelt unübersehbar." Den gewaltigen Schuldenpaketen stehe schon lange keine ausreichende Wachstumsperspektive mehr gegenüber. Das Potentialwachstum werde ohne eine konsequente Reformpolitik zum Ende der Legislatur auf null sinken. "Mit Stagnation als Basisszenario wird das AAA-Rating nicht zu halten sein", warnte Steiger gegenüber Reuters und forderte eine konsequente Umsetzung der geplanten Rentenreform sowie weitere Schritte zur Stärkung der Wachstumskräfte.