Eindrucksvoller Auftakt der Wirtschafts- und Werte-Akademie im Kloster Eberbach

Vom 19. bis 21. März 2025 haben die Ludwig-Erhard-Stiftung, die Academie Kloster Eberbach und der Wirtschaftsrat mit hochkarätigen Gästen und Teilnehmern über die Herausforderungen unserer Zeit beraten und Antworten für die drängenden Fragen entwickelt. Anregende Impulse, fundierte Analysen, inspirierende und persönliche Gespräche sowie eine unvergleichliche Atmosphäre im Kloster Eberbach haben einen Rahmen geschaffen, aus dem ein ganz besonderer Geist des Aufbruchs entstanden ist.
„Beständig ist allein der Wandel“, diese Erkenntnis ist heute aktuelle denn je. Wachstumsschwäche, Migrationskrise, geopolitische Paradigmenwechsel, technologische Umbrüche - angesichts dieser fundamentalen Verschiebungen zeigt die Konsenskultur der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr zu übersehende Risse. In einer solchen Phase der Unsicherheit und Veränderung suchen Menschen nach Halt und Orientierung. Der Blick richtet sich auf Bewährtes und sucht in ihm eine verlässliche Stütze. Die Soziale Marktwirtschaft ist ein solcher Orientierungspunkt. Sie besitzt die entsprechende Integrationskraft. Sie ist nicht nur eine erfolgreiche Wirtschaftsordnung, sie ist vor allem eine Werteordnung, die auf dem christlichen Menschenbild basiert. Sie ist in Deutschland zum Symbol für Sicherheit, Aufstiegsversprechen und Wohlstand geworden.
Doch die Politik hat sich in den letzten Jahren immer weiter von den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft entfernt. Aus dem kraftvollen Leitbild einer freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ist immer mehr ein inhaltsleeres politisches Schlagwort geworden. Die Ampelregierung hat zuletzt vollends mit der Sozialen Marktwirtschaft gebrochen. Das, was in den Jahreswirtschaftsberichten des Bundeswirtschaftsministeriums, in der vor staatlichem Interventionismus triefenden Industriestrategie oder unter der Begriffsverenkung „transformative Angebotspolitik“ als sozial-ökologische Marktwirtschaft ausbuchstabiert wurde, war mit dem ursprünglichen Ordnungskonzept Ludwig Erhards ganz und gar unvereinbar. Es war ein Programm gegen Marktwirtschaft und Eigenverantwortung.
Die fatalen wirtschaftlichen Konsequenzen dieses Experiments, sind an der beispiellos einbrechenden Wettbewerbsfähigkeit längst zu erkennen. Der gewaltige Schaden, der dem Gemeinwesen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt zugefügt wird, ist dagegen erst in groben Konturen abzusehen. Wer sich die kleinteilige Steuerung des hochkomplexen Wirtschaftsgeschehens anmaßt, schreckt auch nicht davor zurück, Menschen das Auto, die Heizung oder eine künstlich entworfene Sprache vorzuschreiben – er hält den Bürger letztlich für unmündig. Nicht mehr die Bedürfnisse des Verbrauchers stehen im Mittelpunkt, sondern politische Pläne und Ziele.
Das Ergebnis: Erschreckend viele Bürger haben das Vertrauen in die politische Ordnung bereits im großen Maße verloren. Wollen wir diesem Vertrauensverlust entgegenwirken, müssen die Rahmenbedingungen für eine freiheitliche Wirtschaftsordnung und einen starken Wirtschaftsstandort wieder ebenso in den Mittelpunkt der politischen Debatte rücken, wie das dahinterstehende freiheitliche Menschenbild. Es geht um die Überzeugung, dass die Menschen mit ihren schöpferischen Kräften und ihrem Fleiß vieles zu leisten imstande sind.
Umso mehr ging es bei der Auftaktveranstaltung der Wirtschafts- und Werte-Akademie darum, auf dem Wertefundament der Sozialen Markwirtschaft Leitlinien für ein positives und zugleich von der Realität gedecktes bürgerlich-liberales Gegenmodell zu entwickeln. Mit meinungsstarken Vordenkern und Entscheidungsträgern wie Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, Prof. Dr. Jens Weidmann, Prof. Dr. Martin Rhonheimer, Prof. Dr. Andreas Rödder, SAP-Vorstand Thomas Saueressig, dm-Chef Christoph Werner und Dr. Klaus Wiener MdB wurden im lösungsorientierten Dialog genau solche marktwirtschaftlichen und zukunftsgerichteten Ideenansätze entworfen.
Schon heute freuen wir uns auf die Fortsetzung und Weiterführung der Wirtschafts- und Werteakademie. Das nächste Seminar im Kloster Eberbach findet statt vom 15. bis 17. Oktober 2025. Bitte merken Sie sich diesen Termin bereits vor. Da wir erneut nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zulassen können, wären wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns Ihr grundsätzliches Interesse an einer Teilnahme im Oktober durch eine kurze Mail an Frau Loona Arafeh ( l.arafeh@wirtschaftsrat.de) mitteilen würden.