Europäisches Energie-Symposium in Brüssel – Kommission, Parlament und Wirt-schaft auf einer Bühne

Am 26. März kamen über 120 Entscheidungsträger von Unternehmen, aus dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission beim Europäischen Energie-Symposium des Wirtschaftsrates in Brüssel zusammen.
Astrid Hamker, Präsidentin des Wirtschaftsrates, eröffnete das Programm mit einer Einordnung der wirtschaftlichen Lage in Europa und der Arbeit der Europäischen Union der letzten vier Jahre. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass die neue EU-Kommission eine Fokusverschiebung auf Wettbewerbsfähigkeit gesetzt habe und dass diese schnell klare Ergebnisse zeigen müsse. Im ersten Podium Industrie, Gebäude und Mobilität – ihr Beitrag zum Null-Emissions-Ziel diskutierten Marion Walsmann MdEP, Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, Joaquim Nunes de Almeida, Direktor für Mobilität und energieintensive Industrien, Europäische Kommission, Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU, Martin Palsa, Geschäftsführer Grundfos GmbH, Jaroslav Macek, CEO Elevion Group, Carlo Lazzarini Vorstandsvorsitzender/CEO PWO AG, und Oliver Geer, Geschäftsführer BRUNATA-METRONA GmbH. Es moderierte Christophe Hug, Geschäftsführer der Tilia GmbH.
Im Zentrum des Symposiums stand die Keynote des EU-Kommissars für Energie und Wohnen Dan Jørgensen, der die Bedeutung der Europäischen Souveränität auch bei der Energieversorgung hervorhob. Er sprach sich dafür aus, dass Europa bezüglich der Gasversorgung kein neues Abhängigkeitsverhältnis zu Russland eingehen solle.
Am abschließenden Podium II: Clean Industrial Deal – was bedeutet das?, moderiert von Volker Backs, Geschäftsführer Speira GmbH, nahmen teil: Prof. Dr. Andrea Wechsler MdEP, EVP-Fraktion, Christof Lessenich, EU-Kommission, Head of Unit Energiebinnenmarkt, Vera Brenzel, Tennet Holding B.V., Tobias Paulun, CEO European Commodity Clearing AG, Danielle Jarski, Managing Director Central & Northern Europe, Iberdrola S.A., sowie Heike Freund, CEO Marvel Fusion GmbH. Sie besprachen unter anderem zentrale Ziele der Europäischen Kommission, die Kerngesetzesvorhaben und deren mögliche Auswirkungen auf den europäischen Energiemarkt. Daneben wurde ein Schwer-punkt auf die Fragestellung gelegt, wie für die energieintensive Industrie in Deutschland wettbewerbsfähige Energiepreise erreicht werden können.
Das Europäische Energie-Symposium führte der Wirtschaftsrat in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Brüssel durch, deren Leiterin Dr. Beatrice Gorawantschy den offiziellen Teil der Veranstaltung mit Worten des Dankes schloss und zum anschließenden Empfang einlud. Diesen nutzten die Teilnehmer für einen angeregten Austausch. Das Europäische Energie-Symposium hat gezeigt, wie groß die Aufgaben der neuen EU-Kommission als auch der Nationalstaaten sind. Es gilt, den Europäischen Energiemarkt weiter auszubauen, den Europäischen Emissionshandel als zentrales Instrument des Klimaschutzes zu stärken und die Dekarbonisierung von Wirtschaft und Alltagsleben technologieoffen voranzutreiben.