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Pressemitteilung 16.05.2022
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Wirtschaftsrat kritisiert Forderung nach zusätzlichen Rentenerhöhungen

Wolfgang Steiger: Verstößt gegen die Generationengerechtigkeit

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert die Forderung nach zusätzlichen Transfers an Rentner im Rahmen des Energiekosten-Entlastungspakets. Angesichts der galoppierenden Staatsverschuldung seien zusätzliche Transferzahlungen nicht verantwortbar. Rentner profitierten einerseits von den kräftigen Rentenerhöhungen zum 1. Juli um 5,35 Prozent im Westen und 6,12 Prozent im Osten, andererseits seien sie nicht vom Anstieg der Energiekosten für Arbeitswege betroffen.

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, erklärt: „Bei einer geplanten Neuverschuldung von knapp 140 Milliarden Euro im laufenden Jahr allein für den Bund muss klar sein: Zusätzliche Sozialtransfers dürfen nur für Personengruppen infrage kommen, die ganz aktuell durch den Ukrainekrieg und den damit verbundenen Inflationssprung in eine soziale Notlage geraten. Das ist bei den meisten Rentnern nicht der Fall.“ Die Rentenerhöhungen zum 1. Juli um 5,35 Prozent im Westen und 6,12 Prozent im Osten gleiche die Preissteigerungen aus: Die aktuellen Inflationsprognosen von IWF und Wirtschaftsforschungsinstituten für das gesamte Jahr 2022 lägen etwa im Bereich der Rentensteigerungen.

Damit ginge es vielen Rentnern sogar besser als der Mehrheit der Bürger und Unternehmen in unserem Land. Wolfgang Steiger: „Klar ist: wenn mehr Geld ins Ausland fließt, weil wir mehr für Energieträger und Rohstoffe zahlen müssen, dann sinkt das deutsche Volkseinkommen und damit auch unser Wohlstand insgesamt. Arbeitnehmer wie auch Unternehmer werden sich auf reale Einbußen einstellen müssen.“ Dabei sei es folgerichtig, dass diejenigen stärker unterstützt werden, die von den gestiegenen Energiekosten auf dem Weg zur Arbeit besonders betroffen seien, also die Arbeitnehmer. In der aktuellen Finanzlage müsse das Prinzip Gießkanne durch passgenaue Unterstützungen ersetzt werden. „Soziale Verantwortung bedeutet auch, dass wir nachfolgenden Generationen keine Schuldenberge hinterlassen“, sagt Wolfgang Steiger.