Neujahrsempfang der Sektion Calw–Freudenstadt mit Innenminister Thomas Strobl
Der Neujahresempfang der Sektion Calw-Freudenstadt fand bei der Infinex Group in Haiterbach statt. Mit der bewussten Wahl eines mittelständisch geprägten Unternehmensstandorts rückte die Veranstaltung den Austausch zwischen Wirtschaft und Landespolitik außerhalb der Metropolregionen in den Mittelpunkt.
Nach der Begrüßung durch Andreas Rentschler, Sprecher der Sektion Calw–Freudenstadt, gab Martin Hartl, geschäftsführender Gesellschafter der Infinex Group, Einblicke in die Entwicklung und Ausrichtung des familiengeführten Kunststoffverarbeiters. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in die späten 1960er-Jahre zurück und wird als Familienunternehmen weitergeführt. Hartl erläuterte, wie sich das Produktportfolio des Unternehmens im Laufe der Zeit an veränderte Marktbedingungen angepasst hat und welche Rolle diese strategische Weiterentwicklung für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit gespielt hat.

Foto © Karl Huber Fotodesign, studio-khf.de
Darüber hinaus ging Hartl auf zentrale Rahmenbedingungen für den industriellen Mittelstand ein. Besonders hob er die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte hervor und unterstrich die Rolle von Ausbildung und Nachwuchsgewinnung, insbesondere in technischen Berufen. Auch Themen wie Infrastruktur, Energieversorgung und arbeitsrechtliche Vorgaben wurden angesprochen, die aus Sicht der Unternehmen maßgeblich zur Standortattraktivität beitragen.

Den politischen Impuls des Abends setzte Thomas Strobl, Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen des Landes Baden-Württemberg. Er ordnete die zuvor angesprochenen unternehmerischen Perspektiven aus landespolitischer Sicht ein und ging dabei sowohl auf die aktuelle wirtschaftliche Lage als auch auf Fragen der inneren Sicherheit ein. Strobl verwies auf die Leistungs- und Anpassungsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg, der sich auch unter schwierigen Rahmenbedingungen als widerstandsfähig erwiesen habe. Zugleich dankte er den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern ausdrücklich für ihr Engagement und ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke des Landes.

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Nach den inhaltlichen Beiträgen hatten die Gäste im Rahmen von Werksführungen Gelegenheit, Einblicke in die Produktionsabläufe der Infinex Group zu gewinnen. Fachkundige Mitarbeitende führten durch die verschiedenen Bereiche des Extrusionsspezialisten aus dem Schwarzwald und erläuterten Prozesse, Technologien und Produkte. Der Abend bot damit nicht nur Raum für politische und wirtschaftliche Einordnung, sondern auch für persönlichen Austausch in praxisnaher Atmosphäre.