Bericht
10.02.2026
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Politisches Mittagessen mit Bundesminister Dr. Karsten Wildberger: Digitalisierung, Bürokratieabbau und Staatsmodernisierung

Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, im Gespräch bei der Sektion Pforzheim zu Digitalisierung und Bürokratieabbau.
©Wirtschaftsrat

Beim politischen Mittagessen der Sektion Pforzheim stand die digitale Zukunft Deutschlands im Mittelpunkt. Als Referent begrüßte die Sektion Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, der den anwesenden Gästen einen fundierten Einblick in die aktuellen digitalpolitischen Schwerpunkte der Bundesregierung gab. Moderiert wurde die Veranstaltung von Georg Wellendorff, Sprecher der Sektion Pforzheim.

Veranstaltung Pforzheim Dr. Karsten Wildberger Impulsbeitrag

Mit der Schaffung eines eigenen Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung hat die Bundesregierung ihre digitalpolitischen Ambitionen deutlich verstärkt. Ziel sei es demnach, die Digitalisierung nicht länger als Querschnittsthema zu behandeln, sondern als zentrale Gestaltungsaufgabe für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Im Mittelpunkt seines Impulses standen dabei drei eng miteinander verknüpfte Themenfelder: Digitalisierung, Bürokratieabbau und Staatsmodernisierung.

Veranstaltung Pforzheim Impulsbeitrag Dr. Karsten Wildberger

Ein besonderer Fokus lag auf der Modernisierung staatlicher Strukturen und Prozesse, wobei eine leistungsfähige und effiziente Verwaltung eine wesentliche Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sei. Dazu gehöre insbesondere der konsequente Abbau bürokratischer Hürden sowie die Vereinfachung von Verwaltungsabläufen – sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für Unternehmen. Fortschritte seien hier bereits erkennbar, unter anderem durch die stärkere Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.

Veranstaltung Pforzheim Impulsbeitrag Publikum Dr. Karsten Wildberger

Auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur spielte eine zentrale Rolle. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur sei nicht nur Grundlage für wirtschaftliches Wachstum, sondern auch entscheidend für gleichwertige Lebensverhältnisse und die Attraktivität des Standorts für Fachkräfte und Investitionen.

Darüber hinaus thematisierte der Bundesminister aktuelle Entwicklungen bei digitalen Anwendungen und IT-Architekturen des Staates. Dazu zählen unter anderem neue digitale Plattformen, vereinfachte Online-Dienstleistungen sowie perspektivisch die Einführung einer europäischen digitalen Identitätslösung (EUDI-Wallet), mit der digitale Identitäten und Ausweisdokumente sicher und nutzerfreundlich gebündelt werden sollen. Auch Fragen der digitalen Souveränität und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung wurden angesprochen. KI könne dazu beitragen, Prozesse effizienter zu gestalten, Ressourcen zu schonen und staatliche Leistungen schneller verfügbar zu machen.

Veranstaltung Pforzheim Publikum Dr. Karsten Wildberger

Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Erwartungen von Wirtschaft und Gesellschaft an eine moderne, digitale Verwaltung hoch sind. Zugleich zeigte sich, dass bereits konkrete Fortschritte erzielt wurden und weitere Reformen mit Nachdruck verfolgt werden. Der Austausch unterstrich die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Politik und Wirtschaft, um Digitalisierung praxisnah, effizient und innovationsfreundlich umzusetzen.