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Pressemitteilung 23.07.2024
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Wirtschaftsrat Baden-Württemberg: Einführung von modularen Kraftwerken als Schlüssel zur sicheren und wirtschaftlichen Energiezukunft

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Baden-Württemberg, stellt in seinem aktuellen Positionspapier die Vorteile kleiner modularer Kraftwerke als zukunftsweisende Lösung zur Gewährleistung der Energieversorgung und zur Unterstützung der Energiewende vor. Am heutigen Donnerstag wurde das Papier den Bundestagsabgeordneten Andreas Jung MdB, stellv. Bundesvorsitzender der CDU Deutschlands und klima- und energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Maria Lena Weiss MdB, beide Ordentliche Mitglieder im Ausschuss für Klimaschutz und Energie, vorgestellt.

In Anbetracht der geplanten Abschaltung von Kohle- und Kernkraftwerken und der damit verbundenen Gefährdung der Versorgungssicherheit in Deutschland, bieten modulare Kraftwerke eine schnelle und effiziente Alternative. Laut TransnetBW benötigt Baden-Württemberg bis 2030 zusätzliche 6,5 GW an Gaskraftwerkskapazität, was den Bau von bis zu 15 neuen Kraftwerken erfordern würde. Der Wirtschaftsrat betont, dass die bisherigen Planungen der Bundesregierung, einschließlich der angekündigten 10 GW an wasserstofffähigen Gaskraftwerken, nicht ausreichen werden, um die notwendigen Backup-Kapazitäten bereitzustellen.

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert deshalb eine strategische Einbeziehung modularer Kraftwerke in die Energieplanung Deutschlands. Diese innovativen Anlagen bieten eine nachhaltige, flexible und kosteneffiziente Lösung, um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern und die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.

Im Diskurs mit den Anwesenden stellte Andreas Jung MdB nachdrücklich heraus, dass Deutschland eine verlässliche Strategie mit allen heute verfügbaren Technologien braucht. Dazu gehören Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Wasserstoff und CO2-Kreisläufe.Es gilt, diese Technologien in Deutschland pragmatisch und konsequent voranzutreiben. Auch muss der Rahmen dafür gesetzt werden, dass wir die Technologien entwickeln, die zur weltweiten Emissionsreduktion führen, denn Klimaschutz kann nur global erfolgreich sein. Mit Technologie, Innovationen und insbesondere der Offenheit gegenüber künftigen Entwicklungen, etwa der Forschung an Kernfusion und der Forschung an Kernreaktoren der 4. Und 5. Generation, kann die Energieversorgung der Zukunft erfolgreich gelingen.

Bei der Vorstellung wurde auf die wesentlichen Vorteile Modularer Kraftwerke hingewiesen:

Flexibilität und Modularität: Modulare Kraftwerke können in einem Baukastensystem konzipiert und einmalig zertifiziert werden, was die Planungs- und Genehmigungszeiten erheblich verkürzt. Mit einer Leistung von 125 bis 500 MWth pro Einheit können diese Kraftwerke je nach Bedarf skaliert und angepasst werden.

Klimaneutralität: Durch den Einsatz von CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) und die Möglichkeit, auf verschiedene Brennstoffe wie Erdgas, Biogas, und zukünftig Wasserstoff und Thorium umzusteigen, können modulare Kraftwerke nahezu CO2-neutral betrieben werden.

Kostenreduktion: Modulare Kraftwerke können die Gesamtkosten der Energiewende deutlich senken. Die Nutzung des bestehenden deutschen Gasnetzes und die Vermeidung hoher Stromtransportkosten tragen zu erheblichen Kostenvorteilen bei.

Vielseitigkeit: Neben der Stromerzeugung können modulare Kraftwerke auch Wärme für kommunale Netze und Wasserstoff für industrielle Prozesse produzieren. Dies fördert eine dezentrale und verbrauchsnahe Energieversorgung.

Versorgungssicherheit: Die Schwungmasse der Turbinen und Generatoren stabilisiert das Stromnetz und erhöht die Betriebssicherheit. Zudem bieten modulare Kraftwerke eine wirtschaftliche Grundlage für die industrielle Entwicklung und verhindern die Deindustrialisierung.

Lösungen für Endlagerprobleme: Modulare Kernreaktoren der Generation IV und V können mit radioaktiven Abfällen betrieben werden, wodurch die Endlagerproblematik entschärft und gleichzeitig die Energieversorgung gesichert wird.