Bericht
07.07.2026
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Cottbus am Meer - Sektion Lausitz am Ostsee

Vom Tagebau zum Zukunftsprojekt: Nachhaltige Veränderungen in der Lausitz
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Unter dem Titel „Cottbus am Meer“ traf sich die Sektion Lausitz des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg am Aussichtsturm Merzdorf, um sich vor Ort über eines der bedeutendsten Strukturwandelprojekte der Lausitz zu informieren. Mit Blick auf den Cottbuser Ostsee erläuterten Doreen Mohaupt, Bürgermeisterin und Leiterin des Geschäftsbereiches Stadtentwicklung, Mobilität und Umwelt der Stadt Cottbus, sowie Dr. Thomas Koch von der LEAG AG die Entwicklung des Sees und die Zukunftsperspektiven für die Region.

Zu Beginn stellte Doreen Mohaupt die wichtigsten Zukunftsprojekte der Stadt Cottbus vor. Neben dem neuen Bahnwerk, dem Lausitz Science Park sowie zahlreichen Sport- und Infrastrukturprojekten spielt der Cottbuser Ostsee eine zentrale Rolle für die Entwicklung der Stadt. Rund um den See sollen in den kommenden Jahren attraktive Strände, touristische Angebote sowie Wohn- und Freizeitmöglichkeiten am Wasser entstehen. Gleichzeitig verwies sie auf den tiefgreifenden Wandel, den Cottbus in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat: Nach Jahren der Abwanderung verzeichnet die Stadt inzwischen wieder Zuzug. Damit rückt auch die Schaffung von ausreichend Wohnraum zunehmend in den Fokus. Ein Thema, das unter anderem durch den Bauturbo in Brandenburg unterstützt werden soll.

Anschließend erläuterte Dr. Thomas Koch die Entstehung des Cottbuser Ostsees. Aus dem ehemaligen Braunkohletagebau entsteht auf einer Fläche von rund 1.900 Hektar der größte See Brandenburgs mit einer Uferlänge von etwa 26 Kilometern. Er schilderte die einzelnen Schritte von der Stilllegung des Bergbaus über umfangreiche Erdbaumaßnahmen bis hin zur Flutung des Sees. Diese erfolgt in mehreren Phasen und wird zu rund 80 Prozent durch Wasser aus der Spree sowie zu etwa 20 Prozent durch Grundwasser gespeist.

Darüber hinaus stellte Dr. Koch verschiedene Konzepte für die zukünftige Nutzung des Sees vor. Auch innovative Projekte, wie eine schwimmende Photovoltaikanlage, wurden thematisiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Wasserqualität. Diese werde kontinuierlich überwacht und entspreche den Anforderungen, sodass nach heutigem Stand keine Gefahren zu erwarten seien. Gleichzeitig machte Dr. Koch deutlich, dass der Cottbuser Ostsee derzeit noch nicht für die Öffentlichkeit freigegeben ist und bis zu einer umfassenden touristischen Nutzung noch weitere Entwicklungsschritte erforderlich sind.

Beim anschließenden gemeinsamen Austausch nutzten die Mitglieder die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Deutlich wurde dabei: Der Cottbuser Ostsee ist ein Leuchtturmprojekt des Strukturwandels in der Lausitz und bietet langfristig große Chancen für Wirtschaft, Tourismus und Lebensqualität. Bis das volle Potenzial des neuen Sees ausgeschöpft werden kann, wird jedoch noch einige Zeit vergehen.