Bericht
08.07.2026
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Innere Sicherheit als Standortfaktor – Wie sicher ist Berlin für Unternehmen?

Zwischen staatlicher Verantwortung und privater Vorsorge: Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Berlin
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Wie eng wirtschaftlicher Erfolg und innere Sicherheit miteinander verknüpft sind, wurde bei der Veranstaltung des Wirtschaftsrates Berlin-Brandenburg zum Thema "Innere Sicherheit als Standortfaktor – Wie sicher ist Berlin für Unternehmen?" deutlich. Gastgeber war die KÖTTER Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit Burkard Dregger MdA, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und Vorsitzender des Arbeitskreises Inneres, Sicherheit, Ordnung und Sport, diskutierten die Mitglieder und Gäste über die Herausforderungen und Anforderungen an einen zukunftsfähigen Sicherheitsstandort Berlin. Durch die Veranstaltung führte Mathias von Bredow, Sprecher der Sektion Berlin, der die Diskussion zwischen Politik und Wirtschaft moderierte und den Austausch mit den Mitgliedern begleitete.

Zu Beginn begrüßte der Geschäftsführende Direktor der KÖTTER Security, Dirk Bürhaus, die Teilnehmer und stellte das familiengeführte Unternehmen vor. Bereits in dritter Generation geführt, bietet KÖTTER ein breites Leistungsspektrum von Sicherheitsdienstleistungen, Cleaning und Personallösungen bis hin zu Cybersecurity. Besonders im Fokus stand dabei das Konzept der hybriden Sicherheit: Die Verzahnung von physischen und digitalen Schutzmaßnahmen gewinnt angesichts neuer Bedrohungslagen zunehmend an Bedeutung und stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen.

Im anschließenden politischen Impuls machte Burkard Dregger MdA deutlich, dass die Gewährleistung der inneren Sicherheit zu den Kernaufgaben des Staates gehört. Gerade Berlin stehe aufgrund seiner politischen und wirtschaftlichen Bedeutung verstärkt im Fokus von Spionage, Terrorgefahren und ausländischen Einflussnahmen. Deshalb dürfe bei der Sicherheit nicht gespart werden.

Dregger betonte, dass eine moderne und leistungsfähige Polizei sowohl personell als auch technisch gut ausgestattet sein müsse. Gleichzeitig verwies er auf die Reform des Polizeirechts, die den Sicherheitsbehörden mehr Möglichkeiten zur Überwachung und Gefahrenabwehr eröffne. Neben terroristischen Bedrohungen sprach er auch die Herausforderungen durch Linksextremismus sowie die Notwendigkeit einer resilienten Bevölkerung an. Die Koalition habe im Bereich der Inneren Sicherheit bereits wichtige Fortschritte erzielt. Gleichzeitig warnte Dregger davor, nachzulassen: Sicherheit müsse dauerhaft politische Priorität bleiben. Dies gelte auch über die kommenden Wahlen im September hinaus.

In der anschließenden Diskussion mit den Mitgliedern wurde die Frage erörtert, welche Rolle Staat und Privatwirtschaft künftig bei der Gewährleistung von Sicherheit übernehmen sollten. Einigkeit bestand darin, dass Berlin grundsätzlich eine sichere Stadt mit einer leistungsfähigen Polizei sei. Gleichzeitig wurde betont, dass der Staat seine Kernaufgaben konsequent wahrnehmen und klare Prioritäten setzen müsse. Private Sicherheitsunternehmen könnten dort sinnvoll ergänzen, wo sie Unternehmen mit ihrer Expertise unterstützen und zusätzliche Schutzmaßnahmen übernehmen können. Deutlich wurde: Innere Sicherheit ist längst nicht mehr nur eine staatliche Aufgabe, sondern ein entscheidender Standortfaktor für Unternehmen und damit auch für die wirtschaftliche Zukunft Berlins.