Führungswechsel in einer spannenden Phase der Stadt Bremerhaven
Beim Business Lunch in Bremerhaven begrüßte Sektionssprecher Philipp von der Heide Bremerhavens designierten Bürgermeister Martin Günthner. Am 1. Juli 2026 wird Günthner das Amt des Oberbürgermeisters von Bremerhaven antreten. Schon vorab nahm er sich die Zeit, mit den Mitgliedern über die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Stadt zu sprechen.
Günthner übernimmt das Amt in einer wichtigen Entwicklungsphase. Bremerhaven steht weiterhin vor Herausforderungen durch die angespannte Haushaltslage der öffentlichen Hand. Gleichzeitig bieten umfangreiche Investitionen in die Hafeninfrastruktur neue Möglichkeiten. Der Bund investiert 1,35 Milliarden Euro in den Hafen, während eine dänische Reederei zusätzlich rund 1 Milliarde Euro bereitstellt.
Die Notwendigkeit solcher Investitionen zeigt sich auch an aktuellen Infrastrukturproblemen. So ist das touristische Zentrum der Stadt aufgrund maroder Brücken seit dieser Woche nur noch über Umwege erreichbar. Dies verdeutlicht den Handlungsbedarf bei der Modernisierung und dem Ausbau der Infrastruktur.
Mit dem Ausbau der Hafenanlagen und der Diskussion um einen möglichen Militärhafen verbindet Bremerhaven die Hoffnung auf wirtschaftliches Wachstum. Vor allem sollen dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen und die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit in der Stadt gesenkt werden.
Ein weiteres Thema waren die Sauberkeit und Sicherheit der Stadt. Günthner machte deutlich, dass eine stärkere Präsenz von Ordnungsdienst und Polizei dazu beitragen könne, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.
Zudem wies Günthner auf die hohe finanzielle Belastung der Kommunen hin, die durch Vorgaben und Aufgaben von Ländern und Bund entsteht. Angesichts der begrenzten finanziellen Mittel müsse das verfügbare Geld zunächst erwirtschaftet werden. Deshalb sei es notwendig, klare Prioritäten zu setzen und zu entscheiden, welche Maßnahmen für Bremerhaven besonders wichtig sind und in welchen Bereichen Einsparungen möglich sind.
Insgesamt machte Günthner deutlich, dass die anstehenden Herausforderungen aktiv angegangen werden müssen, um die Stadt weiterzuentwickeln und wichtige Projekte erfolgreich umzusetzen.