Norddeutscher Wirtschaftstag: Soziale Marktwirtschaft als Kompass für die Zukunft des Nordens
Von Boetticher: „Norddeutschland verfügt über enorme wirtschaftliche Potenziale“
Lübeck, 15.09.2026: Mehr als 400 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kommen am 15. September 2026 zum 10. Norddeutschen Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates der CDU e.V. in der Kulturwerft Gollan in Lübeck zusammen. Unter dem Motto „Zukunftsregion Norddeutschland – innovativ, pragmatisch, klar“ diskutieren die Landesverbände Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein über die wirtschaftlichen Perspektiven und zentralen Herausforderungen des Nordens. Dr. Christian von Boetticher, Landesvorsitzender des in diesem Jahr ausrichtenden Landesverbandes Schleswig-Holstein, erklärt: „Norddeutschland verfügt über enorme wirtschaftliche Potenziale. Damit daraus Wachstum und Wohlstand entstehen, müssen wir uns wieder stärker auf die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft besinnen: Wettbewerb ermöglichen, unternehmerische Freiheit stärken und dem Staat dort klare Grenzen setzen, wo Regulierung und Bürokratie wirtschaftliche Dynamik bremsen.“
Von Boetticher weiter: „Der Norden bringt beste Voraussetzungen mit – von der Energie- und Ernährungswirtschaft über maritime Industrie und Logistik bis hin zu innovativen Technologieunternehmen und einer leistungsfähigen Sicherheitswirtschaft. Doch hohe Kosten, langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren, Fachkräftemangel und immer neue regulatorische Anforderungen gefährden unsere Wettbewerbsfähigkeit. Soziale Marktwirtschaft bedeutet deshalb heute vor allem: verlässliche Rahmenbedingungen, Eigenverantwortung, einen leistungsfähigen, aber schlanken Staat und eine Verwaltung, die Investitionen ermöglicht statt verhindert. Norddeutschland muss seine Stärken gemeinsam nutzen und sich im europäischen Standortwettbewerb selbstbewusster positionieren.“
In fünf Panels nimmt der Norddeutsche Wirtschaftstag zentrale Zukunftsfelder in den Blick. Für die Agrar- und Ernährungswirtschaft stehen Versorgungssicherheit, Technologieoffenheit und mehr unternehmerische Freiheit im Vordergrund. In der Energiewirtschaft setzt der Wirtschaftsrat auf Wettbewerb und Innovation, einen systemorientierten Ausbau erneuerbarer Energien, Speicher und Netze sowie bezahlbare und verlässliche Energie. Beim Technologie- und Innovationsstandort Norddeutschland sind weniger Regulierung, konsequente Digitalisierung und eine engere Verbindung von Wissenschaft, Start-ups und etablierter Wirtschaft entscheidend.
Für die Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft fordert der Wirtschaftsrat, industrielle Leistungsfähigkeit und Resilienz als festen Bestandteil moderner Standortpolitik zu begreifen, den Mittelstand stärker in sicherheitsrelevante Wertschöpfungsketten einzubinden und Investitionen durch schnellere Verfahren zu erleichtern. Auch der Event-, Olympia- und Festivalstandort Norddeutschland benötigt verlässliche, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und schnellere Entscheidungen. „In allen fünf Themenfeldern gilt derselbe Grundsatz“, so von Boetticher: „Politik muss klare Leitplanken setzen und dann den Unternehmen, Unternehmern und gesellschaftlichen Akteuren den Raum geben, ihre Ideen umzusetzen. Genau darin liegt die Stärke der Sozialen Marktwirtschaft – und genau diese Stärke braucht Norddeutschland jetzt.“