Deutschland braucht jetzt eine Wirtschaftswende!
Sektion Offenbach: Deutschland braucht jetzt eine Wirtschaftswende!
Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e. V., über die notwendige Kurswende in der deutschen Wirtschaftspolitik.
Die Sektion Offenbach des Wirtschaftsrates Hessen lud zu einer Diskussionsveranstaltung mit Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e. V., ein, um über die wirtschaftspolitischen Herausforderungen Deutschlands zu sprechen. Bereits zu Beginn machte Wolfgang Steiger die Dringlichkeit einer umfassenden Kurskorrektur deutlich und erklärte: „Es braucht jetzt einen ebenso grundlegenden Richtungswechsel wie unter Bundeskanzler Gerhard Schröder mit den Hartz-Reformen und der Agenda 2010.“

In seiner Analyse führte er aus, dass in Deutschland derzeit „ganz Grundsätzliches schief läuft“. Die Mischung aus rekordhohen Energiekosten, überdurchschnittlichen Unternehmenssteuern, lähmender Bürokratie und einem massiven Investitionsstau stelle für die gesamte Wirtschaft eine wachsende Belastung dar. Besonders warnte er vor den stark steigenden Lohnzusatzkosten. Ohne Reformen würden die Sozialabgaben „bis zum Ende der Legislatur 45 Prozent erreichen, in zehn Jahren sogar 50 Prozent“ – ein Niveau, das die wirtschaftliche Aktivität „ersticken“ würde. Die Folgen wären fatal: „Das wäre dann eine viel kleinere Unternehmenslandschaft und im Grunde ein anderes Land,“ so Wolfgang Steiger.
Vor diesem Hintergrund betonte er die Rolle des Wirtschaftsrates: „Unsere Mission ist es, die überfällige Wirtschaftswende zu schaffen und das Abrutschen des Industrielandes Deutschland in die zweite Liga zu verhindern.“ Um dies zu erreichen, seien umfassende Reformen notwendig. Dazu gehöre vor allem die Senkung der Energiekosten. Mit Blick auf die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung sagte er deutlich: „Die Entscheidung des Koalitionsausschusses, Handel, Handwerk und die Bürger nicht umfassend zu entlasten, ist und bleibt falsch.“
Weitere zentrale Handlungsfelder sieht Wolfgang Steiger in der Senkung der Steuer- und Abgabenlast, im Umgang mit dem demographischen Wandel, im echten Abbau bürokratischer Hürden, im Aufholen bei der Digitalisierung sowie in der grundlegenden Sanierung der vielfach maroden Infrastruktur.
Die Veranstaltung der Sektion Offenbach zeigte, wie dringend Deutschland strukturelle Reformen benötigt. Mit klaren Worten wurde verdeutlicht, dass eine umfassende Wirtschaftswende unausweichlich ist, wenn der Industriestandort Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten will.