Bericht
30.06.2026
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Attraktive Innenstädte sind ein Schlüssel für den Tourismus

Landesfachkommission Tourismuswirtschaft und Handel diskutiert Herausforderungen und Lösungsansätze
©Wirtschaftsrat der CDU e.V.

Die Bedeutung attraktiver Innenstädte für einen erfolgreichen Tourismus stand im Mittelpunkt der Sitzung der Landesfachkommission Tourismuswirtschaft und Handel unter Vorsitz von Vera Hirte. Als Gäste begrüßte die Kommission Kristin Just, Geschäftsführerin Mecklenburg-Vorpommern des Handelsverbandes Nord e. V., Stefan Purtz, Citymanager der Landeshauptstadt Schwerin (Fachgruppe Wirtschaft und Tourismus), sowie Matthias Theiner, Regionalvorsitzender Schwerin der DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern.

Kristin Just machte deutlich, dass der stationäre Einzelhandel weiterhin vor erheblichen Herausforderungen steht. Neben der anhaltenden Konsumzurückhaltung belasten steigende Kosten, der als unfair empfundene Wettbewerb durch internationale Online-Plattformen sowie eine zunehmende Regulierungsdichte die Unternehmen. Zugleich betonte sie, dass attraktive Innenstädte weit mehr als reine Einkaufsorte seien. Eine hohe Aufenthaltsqualität, gute Erreichbarkeit und vielfältige Besuchsanlässe seien entscheidende Faktoren. Diese könnten jedoch nur durch klare Zuständigkeiten sowie eine gemeinsame strategische Ausrichtung von Kommunen, Wirtschaft und Politik geschaffen werden.

bild webseite.pngFoto: Wirtschaftsrat der CDU e.V.

Aus Sicht des Gastgewerbes unterstrich Matthias Theiner die enge Verbindung zwischen lebendigen Innenstädten und einer erfolgreichen Tourismuswirtschaft. Mit Blick auf die aktuelle politische Diskussion um Minijobs hob er deren große Bedeutung für Hotellerie und Gastronomie hervor.

Stefan Purtz stellte die Aktivitäten der Landeshauptstadt Schwerin zur Stärkung der Innenstadt vor. Dazu zählen Besucherfrequenzanalysen, Programme zum Abbau von Leerständen, die Förderung neuer Ladenkonzepte, zusätzliche Veranstaltungen, die Aufwertung des öffentlichen Raums, verbesserte Orientierungssysteme sowie gezielte Maßnahmen im Stadtmarketing.

Im Verlauf der Diskussion wurde deutlich, dass attraktive Innenstädte ein wesentlicher Standortfaktor für Handel, Tourismus und Lebensqualität sind. Ihr Erfolg hängt maßgeblich vom engen Zusammenspiel von Handel, Stadtmanagement, Politik und Tourismuswirtschaft ab. Ebenso erforderlich sind kontinuierliche Investitionen in die Aufenthaltsqualität sowie ein vielfältiges Erlebnisangebot, um Innenstädte langfristig als lebendige Zentren zu erhalten.