Bericht
09.07.2026
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„Laute Stimme der Wirtschaft“ - Vertrauen statt Bürokratie – Peters fordert wirtschaftspolitischen Neustart

Hintergrundgespräch mit Daniel Peters MdL, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der CDU Mecklenburg-Vorpommern
©Wirtschaftsrat der CDU e.V.

Wie kann Mecklenburg-Vorpommern wieder an wirtschaftlicher Stärke gewinnen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Hintergrundgesprächs mit Daniel Peters MdL. Im Fokus standen der Bürokratieabbau, schnellere Verwaltungsverfahren und die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes.

Zum Auftakt der Veranstaltung warb der Landesvorsitzende Andreas Mau für einen grundlegenden Perspektivwechsel in der Verwaltung. Statt immer neuer Kontrollen und Regulierungen brauche es wieder mehr Vertrauen in Unternehmen und Bürger. Gesetzliche Ermessensspielräume sollten konsequent genutzt werden, um Investitionen zu erleichtern und Verfahren zu beschleunigen.

Auch Daniel Peters sieht im Bürokratieabbau einen entscheidenden Hebel für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Berichtspflichten und Dokumentationsauflagen müssten regelmäßig auf ihre Notwendigkeit überprüft werden. Aus seiner Sicht sollte künftig stärker begründet werden, warum zusätzliche Nachweis- und Berichtspflichten erforderlich sind, anstatt Unternehmen immer neue bürokratische Belastungen aufzuerlegen.

IMG_0507.jpegFoto: Wirtschaftsrat der CDU e.V.

Ein weiteres Handlungsfeld ist die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen. Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren könnten nur dann schneller werden, wenn beide Ebenen enger zusammenarbeiten und wirtschaftliche Entwicklung als gemeinsame Aufgabe verstehen.

Mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Deutschland zeichnete Daniel Peters ein klares Bild: Deutschland verliere im internationalen Wettbewerb an Dynamik. Als Beispiel verwies er auf die wirtschaftliche Entwicklung Polens, das in vielen Bereichen inzwischen deutlich stärkere Wachstumsimpulse setze. Gleichzeitig stehe die deutsche Automobilindustrie vor tiefgreifenden Veränderungen, die erhebliche Auswirkungen auf den Industriestandort haben werden.

Für die kommende Landtagswahl formulierte Daniel Peters vier zentrale Zukunftsfelder: eine starke Wirtschaft als Grundlage für Wachstum und Beschäftigung, ein leistungsfähiges Bildungssystem zur Fachkräftesicherung, die Gesundheitswirtschaft als Zukunftsbranche sowie die Verteidigungsindustrie als strategischer Wirtschaftszweig mit wachsender Bedeutung.

Das Hintergrundgespräch machte deutlich: Aus Sicht von Daniel Peters braucht Mecklenburg-Vorpommern vor allem schnellere Entscheidungen, weniger Bürokratie und eine Verwaltung, die wirtschaftliche Entwicklung als Partner begleitet. Diese Themen sollten aus seiner Sicht die wirtschaftspolitische Debatte in den kommenden Monaten maßgeblich prägen.