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Bericht
19.03.2025
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Mitglieder besuchen Mitglieder - Die Firma Friedrich Graepel AG stellt sich vor

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Am 19. März 2025 hatten die Mitglieder der Sektion Oldenburger Münsterland/Emsland die Gelegenheit, die Friedrich Graepel AG in Löningen näher kennenzulernen.
Das Unternehmen wurde durch Carlo Graepel, Vorstandsmitglied der Friedrich Graepel AG, Jan Fehlinger, Leiter Vertrieb, Markus Abeln, Leiter Projektmanagement und Jan Hiltermann Kaufmännischer Leiter Oberflächentechnik in einer ausführlichen Präsentation vorgestellt.
Die Friedrich Graepel AG wurde 1889 gegründet und ist heute in vierter Generation ein familiengeführtes Unternehmen. Weltweit beschäftigt sie rund 1.000 Mitarbeitende und erzielt einen Umsatz von 140 Millionen Euro. Am Standort Löningen sind 10 % der Belegschaft Auszubildende. Mit sechs Produktionsstandorten auf drei Kontinenten ist die Firma ein Spezialist für die Umformung und Herstellung von Lochblechen und bietet innovative sowie nachhaltige Lösungen an.
Als Systemlieferant für hochwertige Blechprodukte produziert das Unternehmen unter anderem Lüftungs- und Insektenschutzgitter für den Fahrzeug- und Maschinenbau, Aufstiege und Laufstege, Blechpressteile und Hauben, Leitern und Geländer. Im Bereich Automobilbau beliefert die Friedrich Graepel AG insbesondere den Sportwagen-Sektor. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Geländer und Plattformen für den Anlagenbau, erläuterte Jan Fehlinger.
Zu den Eigenentwicklungen zählen unter anderem Graepel Persity, Graepel DuraVent und Percus, eine Technik zur Gestaltung von Bildeffekten auf Gittern. Die Kernkompetenzen des Unternehmens umfassen Entwicklung, Lochung, Umformung, Oberflächenveredelung, Qualitätsmanagement sowie den eigenen Werkzeugbau und die Bereitstellung komplexer Lösungen. Nachhaltigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle, etwa durch den Einsatz von recyceltem Stahl.
Die Hauptkunden stammen überwiegend aus den Bereichen Nutzfahrzeuge, Land- und Baumaschinen. Obwohl die hergestellten Bauteile auf den ersten Blick simpel erscheinen, erfüllen sie hohe technische Anforderungen und müssen in gleichbleibend hoher Qualität in Serienfertigung geliefert werden. Friedrich Graepel AG arbeitet eng mit seinen Kunden zusammen, um die Produktion kontinuierlich zu optimieren. Das Unternehmen gilt als Spezialist für Lochblech-Technologien und ist Entwickler marktführender Beschichtungstechnologien, wie Markus Abeln erklärte.
Wie Jan Hiltermann ausführte, gibt es zwei Hauptarten der Beschichtung von Lochblechen: die kathodische Tauchlackierung (KTL) und die Pulverbeschichtung. Letztere bietet besonders guten Schutz vor UV-Strahlung. Eine besondere Herausforderung bei Lochblechen ist der sogenannte Stanzgrat, der bei der Bearbeitung entsteht und die Beschichtung durch Kantenflucht erschwert. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat die Friedrich Graepel AG einen eigenen Prozess entwickelt – DuraVent, der einen erstklassigen Korrosionsschutz gewährleistet.
Im Anschluss an die Präsentation erhielten die Teilnehmenden bei einer Betriebsbesichtigung spannende Einblicke in die Fertigung der Lochbleche. Besonders beeindruckend war die Breitpresse, die in der Lage ist, 4.607 Löcher pro Sekunde zu stanzen, sowie die Trennschnittmaschine.
Ein herzliches Dankeschön an die Friedrich Graepel AG, insbesondere an Carlo Graepel, für die freundliche Einladung, die aufschlussreiche Präsentation und die beeindruckende Führung.