Politlunch der Sektion Osnabrück/Grafschaft Bentheim mit Katharina Pötter
Am 25. August 2026 war Katharina Pötter, Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück, zu Gast beim Politlunch der Sektion Osnabrück/Grafschaft Bentheim des Wirtschaftsrates Niedersachsen. Bei unserem Mitglied, der Q1 Energie AG, kamen Mitglieder und Gäste zusammen, um mit Oberbürgermeisterin Pötter über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Stadt zu sprechen.
Für Katharina Pötter war es dabei eine besondere Rückkehr: Bereits vor rund fünf Jahren war sie an gleicher Stelle zu Gast, damals noch vor ihrem Amtsantritt als Oberbürgermeisterin. Die erneute Einladung bot damit auch die Gelegenheit, auf die vergangenen Jahre und die Entwicklung Osnabrücks zurückzublicken.
In ihren Ausführungen ging Pötter zunächst auf ihre erneute Kandidatur für das Amt der Oberbürgermeisterin ein. Sie betonte dabei ihre enge Verbundenheit mit Osnabrück, wo sie aufgewachsen sei und heute mit ihrer Familie lebe. Sie sehe in der Stadt großes Potenzial und wolle auch in herausfordernden Zeiten Verantwortung übernehmen und dazu beitragen, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen.
Anschließend richtete sie den Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Osnabrück müsse seine Stärken selbstbewusst nutzen und sich als Wirtschafts- und Innovationsstandort weiterentwickeln. Die Stadt verfügt über eine starke Gründungslandschaft und ist erneut als Startup-Hauptstadt Niedersachsens ausgezeichnet worden.
Auch die Situation des Industriestandorts Osnabrück kam zur Sprache. Mit Blick auf Volkswagen-Werk verwies Pötter darauf, dass die Auswirkungen des Strukturwandels und des Stellenabbaus inzwischen in der Region angekommen seien. Für die weitere Entwicklung des Werksstandorts müsse nach einer tragfähigen Perspektive gesucht werden. Eine zivile Nachnutzung werde dabei bevorzugt, zugleich müsse man für andere Möglichkeiten offen sein.
Weitere Themen ihrer Ausführungen waren die Rahmenbedingungen für Familien und Beschäftigte. Pötter hob die Bedeutung guter Schulen, bezahlbaren Wohnraums und einer verlässlichen Infrastruktur hervor. Die flächendeckende Einführung der Ganztagsschule in Osnabrück sei dabei ein wichtiger Schritt, insbesondere auch mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Mit Blick auf die medizinische Versorgung ging Pötter zudem auf die geplante Hochschule für Medizin Osnabrück (HMO) ein. In Osnabrück soll damit künftig ein Studiengang Humanmedizin entstehen. Ziel ist es unter anderem, die medizinische Ausbildung in der Region zu stärken und langfristig einen Beitrag zur ärztlichen Versorgung zu leisten.
Im anschließenden Austausch mit den Mitgliedern und Gästen wurden weitere aktuelle Themen aufgegriffen. Diskutiert wurde unter anderem über die geplante Sanierung der Bremer Brücke und die Zukunft des VfL Osnabrück. Auch die notwendige Zusammenarbeit von Kommune, Land und Bund bei größeren Projekten wurde angesprochen.
Der offene Austausch bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen in Osnabrück aus erster Hand einzuordnen und eigene Fragen und Perspektiven einzubringen.
Ein besonderer Dank gilt Oberbürgermeisterin Katharina Pötter für ihre Zeit und den offenen Austausch sowie unserem Mitglied Q1 Energie AG und insbesondere Herrn Frederick Beckmann für die Gastfreundschaft und die Möglichkeit, das Mittagsgespräch in diesem Rahmen durchzuführen.