Bericht
02.09.2026
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Sektion Lüneburg-Nordheide im Austausch über Chancen und Herausforderungen für Buchholz i.d.N.

Stadtentwicklung im Schatten der Metropole
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Wie kann sich Buchholz in der Nordheide als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort weiterentwickeln und gleichzeitig von der Nähe zu Hamburg profitieren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Sektion Lüneburg-Nordheide des Wirtschaftsrates Niedersachsen am 2. September 2026.

Zum Auftakt erhielten die Mitglieder und Gäste auf der Baustelle des beechwood.campus spannende Einblicke in das entstehende Quartier. Florian Möschter, Bauherr, Founder und CEO der beechwood.camp GmbH, stellte gemeinsam mit Michael Große, Handlungsbevollmächtigter der OTTO WULFF Bauunternehmung GmbH, das Projekt und die geplante Nutzung vor. Auf fünf Vollgeschossen entstehen unter anderem Coworking- und Mietflächen, Gastronomie sowie Tagungsflächen mit angeschlossener Rooftop-Bar.

Anschließend ging es in den Räumlichkeiten des Blau-Weiss Buchholz e.V. mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Stadtentwicklung im Schatten der Metropole – Chancen und Herausforderungen für Buchholz i.d.N.“ weiter. Auf dem Podium diskutierten Jan Bauer, MdL, Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg, Dirk Hirsch, Finanzdezernent der Stadt Buchholz und Kandidat für das Amt des Bürgermeisters, Philipp Pellio, Prokurist Projektentwicklung der OTTO WULFF Bauunternehmung, sowie Frank Seeger, Vorstand der Baugenossenschaft dhu eG.

Im Mittelpunkt standen die Entwicklung des Wohnungs- und Gewerbestandorts, die Bezahlbarkeit des Wohnens und die notwendige Infrastruktur. Buchholz profitiert dabei besonders von der Nähe zu Hamburg und der guten Verkehrsanbindung: Die Hamburger Innenstadt ist mit der Bahn in rund 23 Minuten erreichbar. Gleichzeitig verzeichnet die Stadt ein anhaltendes Bevölkerungswachstum. Diese Entwicklung bietet Chancen, stellt Buchholz aber auch vor Herausforderungen. Insbesondere hohe Grundstücks- und Baukosten sowie die aktuelle Zinssituation erschweren die Schaffung neuen und bezahlbaren Wohnraums. Umso wichtiger sei es, vorhandene Flächenpotenziale zu nutzen und Möglichkeiten für kostengünstigeres Bauen zu schaffen.

Auch die Entwicklung von Gewerbeflächen wurde als Chance für Buchholz hervorgehoben. Viele gut ausgebildete Menschen leben in der Stadt, arbeiten jedoch in Hamburg. Eine stärkere Ansiedlung von Unternehmen könnte daher Arbeitsplätze vor Ort schaffen und gleichzeitig von den begrenzten Flächenpotenzialen Hamburgs profitieren.

Deutlich wurde zudem, dass erfolgreiche Stadtentwicklung weit über Wohnungsbau hinausgeht. Eine gute Verkehrsanbindung, Schulen, Kitas, Gesundheitsversorgung, Sportangebote und eine hohe Lebensqualität sind ebenso entscheidend. Gleichzeitig müssen Infrastrukturprojekte mit der Entwicklung der Stadt Schritt halten. Auch die Möglichkeiten zur Beschleunigung von Bauvorhaben und zur Entbürokratisierung wurden diskutiert.

Die Veranstaltung zeigte: Buchholz hat durch seine Lage, die gute Anbindung an Hamburg und seine hohe Lebensqualität beste Voraussetzungen für eine weitere positive Entwicklung. Die Herausforderung besteht darin, dieses Wachstum nachhaltig zu gestalten, ausreichend Wohn- und Gewerbeflächen bereitzustellen und dabei Bezahlbarkeit und Lebensqualität im Blick zu behalten.

Ein herzlicher Dank gilt Florian Möschter, Alexander Hampfe und dem gesamten Team von beechwood für die Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke in den beechwood.campus. Ebenso bedanken wir uns bei allen Podiumsteilnehmern für die vielfältigen Perspektiven und den offenen Austausch sowie bei allen Mitgliedern und Gästen für die engagierte Diskussion.