Bochum im Wandel
„Wir sind hier auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks. Die benachbarten Jahrhunderthalle zeigt deutlich den Strukturwandel, der in den letzten Jahrzehnten erfolgreich vollzogen wurde.“
„Unsere Gesellschaft versteht sich selbst als Unternehmen, auch wenn sie in städtischer Hand ist,“ erklärte einleitend Dr.-Ing. Thomas Wollinger, Geschäftsführer der Bochumer Wirtschaftsförderung. Co-Geschäftsführer Rouven Beeck ergänzte, dass sie nicht nur wesentlicher Immobilieneigentümer sind, sondern viele Flächen entwickeln, Start-Ups fördern und zahlreiche Parkhäuser bewirtschaften.
Statt eines breiten Angebots habe man sich auf spezielle Branchen konzentriert, stellte Wollinger fest, bei der Vorstellung der Unternehmensstrategie. Cybersecurity, Smart, Health, Mobility, Solution und Materials seien die Kernfelder, die strategisch weiterentwickelt werden sollen. Im Weiteren stellte er diese Bereiche detailliert vor. Gründungsförderung hat eine lange Tradition. Die Gesellschaft hilft in vier Schritten mit entsprechenden Produkten. Es kommen 500 Gründer pro Jahr, um die sich die Teams kümmern mit Coaching und Beratung in einem einiger Inkubator.
Neben der Gewerbeflächenentwicklung sei die Innenstadtentwickelung eine wichtige Aufgabe, so Beeck. Man habe dabei bereits gute Erfolge erzielt. Man konnte das Abgleiten einiger Innenstadtteile verhindern. So habe man 45 neue Mietverträge mit Landesförderung schließen können. 28 Unternehmen hätten das Mietverhältnis auch ohne Förderung fortgesetzt. Vor Corona gab es in der City rund 10 Prozent Leerstand und heute 5,5 Prozent, zeigte Beeck auf.
In der anschließenden Podiumsdiskussion ergänzten die Teilnehmer Dr. Inka Krude und Klaus Franz, Mitglied des geschäftsführenden CDU Kreisvorstandes Bochum.
Wichtige Probleme seien auch die fehlende Kinderbetreuung und die zu langsame Integration von ausländischen Fachkräften.
Franz führte in die Diskussion ein, dass die Zahl der gewerblichen Arbeitsplätze in den letzten Jahren immer weiter zurückgegangen seien. In den letzten Jahren habe die Bundespolitik grundsätzliche Entscheidungen getroffen, die sich negativ auswirken, wie im Bereich der Energiepolitik oder Mindestlohn.