Bericht
02.07.2026
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Schritte in die richtige Richtung

Stefan Rouenhoff MdB, Parlamentarischer Staatsekretär im BMWE, bei der Sektion Hochsauerland-Kreis
©Ulrich Gunka

Dynamisch präsentierte Stefan Rouenhoff MdB, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, bei der Sektion Hochsauerland-Kreis „Aktuelles zur Energie- und Wirtschaftspolitik der Bundesregierung“. Und aktueller hätte der wirtschaftspolitische Dialog 2026 am Donnerstag, 2. Juli, am Stammsitz des Unternehmens Hoppecke Batterien in Brilon kaum sein können – am Nachmittag war Rouenhoff Gast der Sektion, am Morgen hatte Bundeskanzler Friedrich Merz die Ergebnisse des Koalitionsausschusses verkündet. Für Rouenhoff eine gute Nachricht, denn das „sind Schritte in die richtige Richtung und weitere werden folgen“.

Überhaupt warb Rouenhoff nachdrücklich für die Koalition, warnte davor, das Regierungshandeln schlechtzureden und nahm das große Ganze in den Blick: „Wir werden in den vier Jahren unter Beweis stellen, dass wir eine gute Arbeit geleistet haben.“ Dieser Optimismus gefiel den zahlreichen Gästen, die Dr. Marc Zoellner, CEO des gastgebenden Unternehmens und Sprecher der Sektion Hochsauerland-Kreis, begrüßen konnte.

Gute Arbeit, das ist das Stichwort für das Wirtschaftsministerium unter Bundesministerin Katherina Reiche, die die Energiepolitik „vom Kopf auf die Füße gestellt hat und zwar ganz konsequent“ (Rouenhoff). Statt Klimaschutz mit der „Brechstange und mit Scheuklappen“ zu betreiben, wie die Ampel es getan hat, setze man auf eine pragmatische und realistische Politik, die sich auf Versorgungssicherheit und bezahlbare Energie fokussiert. Etwa, indem man in Brüssel den Industriestrompreis durchgesetzt habe, die „dringend notwendige“ Kraftwerksstrategie angehe und Subventionen für Photovoltaik streiche. Rouenhoff widersprach deutlich Vorwürfen gegen die Politik des Ministeriums: „Wir machen keine Rolle rückwärts, es bleibt bei der Dekarbonisierung.“

Viele weitere Aspekte sprach Rouenhoff an: Entbürokratisierung, Freihandelsabkommen der EU, etwa mit Südamerika und Indien („da war der Kanzler die treibende Kraft in Brüssel“), die Reaktion auf unfaire Handelspraktiken („das müssen wir adressieren“), Rohstoffstrategien. Das Feld, das im Wirtschaftsministerium bestellt wird, ist groß, umfangreich und komplex und fordert intensive Arbeit - das wurde beim wirtschaftspolitischen Dialog deutlich. Oder, um Stefan Rouenhoff zu zitieren: „Untätigkeit kann man uns nicht vorwerfen.“