Cookie-Einstellungen

Bericht
28.04.2022
Drucken

Aus den Ländern (Rheinland-Pfalz) - Fachkräftegewinnung in der Arbeitswelt 4.0

Wirtschaft und Politik im Dialog mit Dr. Tanja Machalet MdB und Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales
©None

Den Unternehmern in Rheinland-Pfalz fehlen Fachkräfte. Mitarbeiter für die Produktion gewinnen ist eine Herausforderung. Im Bundesschnitt bleiben Stellen 132 Tage unbesetzt.Über die Umstände die zu dieser Situation führen und mögliche Lösungen durch Politik, Wirtschaft und Ämtern diskutierten unsere Mitglieder mit Elmar Wagner, Vorsitzender Agentur für Arbeit Montabaur & Dr. Tanja Machalet MdB, Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales. Die wichtigsten Statements haben wir für Sie zusammengefasst.

 

Dr. Tanja Machalet MdB, Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales: „Rheinland-Pfalz ist das Land mit den meisten Minijoblerinnen. Daraus können sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen. Wir brauchen ein widerspruchsfreies Einwanderungsrecht. Dabei müssen wir die Hürden für die Anerkennung von Berufsqualifikationen abbauen. Für das große Thema duale Berufsausbildung müssen wir die Akzeptanz vor allem bei den Eltern erhöhen. Die Rolle der Agentur für Arbeit sollten wir zur Qualifizierungsagentur ausbauen. Ein Ansatz in der Region besteht darin, Familien- oder Lebensübergreifende Angebote zu schaffen. Dazu gehört beispielsweise eine Anlaufstelle, die einen Platz für die Partnerin respektive den Partner findet.“

Jürgen Grimm, Sektionssprecher Westerwald des Wirtschaftsrat der CDU e.V. Geschäftsführer Weiss Chemie + Technik GmbH & Co. KG

 

„Ein Unternehmen ohne Ausbildungsengagement hat keine Zukunft“.

"Die Attraktivität, die wir heute bieten müssen, geht ein ganzes Stück über das Unternehmen hinaus.“ 


Elmar Wagner, Vorsitzender Agentur für Arbeit Montabaur


„Weiterbildung und Qualifizierung wird unser ganz großes Thema sein in Deutschland.“

„Die Personalverantwortlichen müssen kompromissfähig werden. 6 Millionen Arbeitslose waren es zuletzt – ohne Zuwanderung“.

„Welche Stellhebel können wir bewegen?

-          Selbst ausbilden.

-          Für Auszubildende attraktiv sein. Die Anbahnung spielt eine Rolle.

-          Qualifizierung im Betrieb. Dafür gibt es Zuschüsse.

-          Inklusion. Auch dafür gibt es Zuschüsse.

-          Frauen und Erwerbstätigkeit – hier besteht ein Potential von sechs- bis achttausend Erwerbspersonen.

-          Ältere Arbeitnehmer – sie stellen ein weiteres kleines Potential dar“.

„Ein qualifiziertes Bedarfsmanagement im Betrieb ist die Grundvoraussetzung dafür, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen.“