Bericht
14.07.2026
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Arbeitsfrühstück des Sektionsvorstandes Chemnitz am 14. Juli

Offener Austausch mit Silvana Bergk, Leiterin Geschäftsbereich Wirtschaft der Stadt Chemnitz, zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen der Region
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Am 14. Juli 2026 fand das Arbeitsfrühstück der Sektion Chemnitz des Wirtschaftsrates im Restaurant „La bouchée“ in Chemnitz mit Silvana Bergk, Leiterin Geschäftsbereich Wirtschaft, Stadt Chemnitz, statt. Grundlage dafür war der jährliche Austausch in Sachen Wirtschaft in Chemnitz und Umgebung.

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(Foto: Wirtschafsrat) 

 Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die derzeit angespannte wirtschaftliche Lage in Chemnitz. Gerade Einzelhandel und Gastronomie wären stark von steigenden Energiekosten und Personalmangel betroffen. Zur wirtschaftlichen Belebung der Innenstadt ist die Kommune deshalb bemüht, die Ansiedlung von größeren Unternehmen durch Standortvorteile zu fördern. Außerdem soll der Zuzug neuer Einwohner durch attraktive Wohn- und Lebensbedigungen in Chemnitz gesteigert werden.

Ein positives Ergebnis dieser Bemühungen ist die Neunutzung des ehemaligen Galeria-Kaufhof-Gebäudes durch die Rudolf Wöhrl SE. Voraussichtlich ab Herbst 2026 wird der Modehändler neben anderen neuen Geschäftsmietern seine Tore für die Kundschaft öffnen. Derzeit finden in dem großen Glasbau noch innere Umbauten statt.

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(Foto: Wirtschaftsrat) 

In diesem Zusammenhang wurde der „Masterplan für die Region Chemnitz/Südwestsachsen“ diskutiert. In diesem strategischen Rahmen arbeiten die Landkreise Zwickau, Erzgebirgskreis, Mittelsachsen und Vogtlandkreis mit der Stadt Chemnitz bei der Umsetzung von innovativen Leuchtturmprojekten zusammen. Diese Projekte befassen sich mit den Themen: Wirtschaft, Infrastruktur und Mobilität, Wissenschaft und Innovation, Bildung und Fachkräfte sowie Öffentliche Daseinsvorsorge. Ziel des Masterplans ist es, neue, innovative Wertschöpfungspotenziale zu entwickeln.

Als wichtige Chance für den Chemnitzer Beitrag zum Masterplan wurde der geplante "Innovationscampus Rabenstein" besprochen. Als beabsichtigter Standort zur Neuansiedlung für von Technologieunternehmen könnte sich die Stadt damit zukunftsträchtige Wirtschaftsfelder, wie Robotik, Mikroelektronik und Künstliche Intelligenz erschließen. In Zeiten der weltweiten Technologie-Transformation ist es für Chemnitz und dessen Technische Universität sehr wichtig, nicht den Anschluss in Forschung und Entwicklung zu verlieren.

 Im Verlauf der Diskussion wurde betont, dass bei allen Anstrengungen der kommunalen und regionalen Akteure auch die Bundesregierung bei der Umsetzung des Masterplans Chemnitz/Südwestsachsen gefragt ist. Vor allem der Abbau von bürokratischen Hürden wird für die Verwirklichung der Leuchtturmprojekte unabdingbar werden. Für die wirtschaftlichen und sozialen Zukunftsaussichten der Region wird der Masterplan in kommenden Jahren eine entscheidende Rolle spielen.

20260714_Chemnitz_02.jpg(Foto: Wirtschaftsrat) 

Weitere Themen des Austauschs waren die noch andauernde Suche eines neuen Betreibers für das Congress Hotel, die positiven Nachwirkungseffekte der Kulturhauptstadt Europas 2025 für das Image von Chemnitz und das ab dem 24. Juli stattfindende Weinfest als wichtiges Einwohner- und Tourismus-Event.

Das Arbeitsfrühstück zeichnete sich durch eine offene und konstruktive Gesprächsatmosphäre aus. Die Teilnehmer konnten ihre Perspektiven einbringen und gemeinsam Lösungsansätze diskutieren.

Ein besonderer Dank gilt Silvana Bergk für den abermals sehr konstruktiven Austausch und ihre Bereitschaft zum offenen Dialog mit der regionalen Wirtschaft.