Bericht
18.06.2026
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Eine Startbahn für die Zukunft

Veranstaltung der Sektion Schleswig-Flensburg zu den Ausbauplänen des Flughafens Sønderborg
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„Der Ausbau des Flughafens Sønderborg ist für Flensburg keine Randnotiz, sondern eine konkrete standortpolitische Chance.“ Mit dieser Feststellung setzte Hauke Präger, Sprecher der Sektion Schleswig-Flensburg, den Ton der Veranstaltung, die der Wirtschaftsrat im Hotel Alte Post in Flensburg durchführte. Hintergrund waren die aktuellen Ausbaupläne des Flughafens und deren Bedeutung für die grenzüberschreitende Entwicklung der Region.

In einer zunehmend vernetzten Welt sind leistungsfähige Verkehrsinfrastrukturen ein entscheidender Standortfaktor für Wirtschaft, Tourismus und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Insbesondere regionale Flughäfen können dabei eine wichtige Rolle spielen, indem sie Unternehmen an internationale Märkte anbinden und die Attraktivität einer gesamten Region steigern. Welche Potenziale sich daraus ergeben, diskutierten die Teilnehmer mit dem Chief Compliance Officer des Flughafens Sønderborg, Patur Sivertsen Vase, der zu Beginn einen Überblick über die historische Entwicklung des Flughafens gab und dessen Wandel im Laufe der Jahrzehnte erläuterte.

Anschließend standen die umfangreichen Modernisierungs- und Ausbauvorhaben im Mittelpunkt. Mit einem Investitionsvolumen von knapp 29 Millionen Euro soll der Flughafen zukunftssicher aufgestellt werden. Den größten Teil der Finanzierung tragen dabei die Stiftungen von Bitten und Mads Clausen. Bereits erfolgreich abgeschlossen wurde der Bau des sogenannten Remote Towers, der eine moderne und effiziente Flugverkehrskontrolle ermöglicht. Darüber hinaus ist die Errichtung eines neuen Terminalgebäudes vorgesehen.

Ein zentrales Ziel des Ausbaus besteht darin, die Zahl der Passagiere deutlich zu erhöhen. Während derzeit jährlich rund 65.000 Reisende den Flughafen nutzen, soll diese Zahl langfristig auf etwa 150.000 steigen. Gleichzeitig verfolgt das Projekt das Ziel, den Flughafen technisch auf dem neuesten Stand zu halten, nachhaltig zu gestalten und für zukünftige Anforderungen zu rüsten. Dabei betonte Patur Sivertsen Vase, dass die Entwicklung nicht allein vom Flughafen selbst abhängt. Lokale Unternehmen sowie größere Firmen der Region müssten den Standort aktiv nutzen und unterstützen, um weiteres Wachstum zu ermöglichen. Dieses soll sowohl durch interne als auch externe Wachstumstreiber gefördert werden.

Besonders interessant war die Betrachtung des Einzugsgebietes. Das größte Entwicklungspotenzial liege innerhalb eines Radius von etwa einer Autostunde rund um Sønderborg, so Vase. Dazu zählen auch Teile Norddeutschlands und Städte wie Flensburg. Dadurch könnte der Flughafen künftig nicht nur für die Region Süddänemark, sondern auch für Schleswig-Holstein eine deutlich größere Bedeutung erlangen.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde insbesondere die derzeit unzureichende Verkehrsanbindung zwischen Flensburg und Sønderborg thematisiert. Als möglicher Ansatz wurde die Einrichtung einer Expressverbindung vorgeschlagen, um die Erreichbarkeit des Flughafens zu verbessern und dessen Attraktivität weiter zu steigern. Einigkeit bestand darüber, dass sowohl die Politik als auch die regionale Wirtschaft gefordert seien, entsprechende Entwicklungen aktiv zu unterstützen.