Cookie-Einstellungen

Bericht
04.02.2025
Drucken

„In Deutschland ist eine neue Stimmungslage erforderlich!“

Betriebsbesichtigung der Sektion Flensburg-Schleswig bei der team SE
©Wirtschaftsrat

Ein beeindruckender neuer Bürogebäudekomplex stand auf dem Besichtigungsprogramm der Sektion Schleswig-Flensburg. Deren Sprecher Hauke Präger konnte in die Firmenzentrale der team SE in Flensburg einladen und nutzte seine einleitenden Worte für einen Appell, die Region des nördlichen Schleswig-Holsteins auf Wachstumskurs zu halten. Hierzu stünden er und die Mitglieder des Sektionsvorstandes „im Dialog mit Kiel, Berlin und Dänemark“. Für einen erfolgreichen Umschwung in der Wirtschaft brauche es Offenheit und Vertrauen über die Parteigrenzen hinweg.

Kevin Lorenzen, Vorstandvorsitzender der team SE, griff diesen Gedanken auf und postulierte: „In Deutschland ist eine neue Stimmungslage erforderlich.“ Er verband diese Aussage mit dem Wunsch an die anwesende Bundestagsabgeordnete Petra Nicolaisen, sich für einen Abbau der Bürokratie im Baubereich einzusetzen. Anders als beim Heizungsgesetz müsse der Gesetzgeber künftig Ziele vorgeben, ohne auch noch den Weg dorthin detailliert vorschreiben zu wollen. Auch müssten Förderungen hinterfragt werden, insbesondere im Energiebereich. Generell brauche es mehr Wachstum und mehr Investitionen. Für beides müsse die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.

Mit dem Bau- und dem Energiebereich hatten Lorenzen damit bereits zwei Geschäftsfelder der team SE genannt; der Agrarbereich bildet das dritte. Er schlug bei der Vorstellung des Unternehmens einen weiten Bogen von der Gründung des Unternehmens im Jahr 1901 als Spar- und Darlehenskasse über die Ausgliederung aus der VR Bank, den Einstieg der dänischen DLG, bis hin zur Fusion der team AG mit der HaGe Kiel im Jahr 2022.

Die drei Sparten Agrar, Bau und Energie unterteilen sich nochmals in 40 Beteiligungen. An 430 Standorten arbeiten 4.600 Mitarbeiter. „Die Produkte, die wir anbieten, sind austauchbar und kein Alleinstellungsmerkmal unseres Unternehmens. Daher können wir nur mit Service und Dienstleistung punkten“, stellte Lorenzen klar.

Für die bevorstehende Bilanz des Jahres 2024 stellte er konstante Zahlen in Aussicht. Der Agrarbereich sei stark angestiegen, der Baubereich hingegen um 12 % eingebrochen. Angesprochen auf die Bauwirtschaft und die Aussichten in dieser Branche, sagte Kevin Lorenzen, ihn treibe die Sorge um, dass Bauunternehmen Mitarbeiter abgebaut hätten und bei wieder anziehender Konjunktur Aufträge aufgrund von Personalmangel nicht ausgeführt werden könnten.