Bericht
17.06.2026
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Frühstücksdialog der Sektion Jena-Saalfeld "Entwicklungen verstehen, Zukunft gestalten"

2040: Vier gehen, einer kommt
©WR

Beim Frühstücksdialog Arbeitsmarkt der Sektion Jena-Saalfeld stand die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen, Institutionen und Politik den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen können.            

Stefan Scholz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Ost, zeichnete ein deutliches Bild der künftigen Entwicklung: Bis zum Jahr 2040 wird auf vier Personen, die aus dem Erwerbsleben ausscheiden, lediglich eine nachrückende Arbeitskraft kommen. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Anwerbung internationaler Fachkräfte trotz intensiver Bemühungen bislang hinter den Erwartungen zurückbleibt. Als Ursachen wurden insbesondere bürokratische Hürden, Unsicherheiten über den langfristigen Verbleib sowie eine noch zu geringe Nachfrage seitens vieler Unternehmen genannt.

Wilfried Röpke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH, verwies auf die besondere Stärke des Wirtschaftsstandorts Jena. Die produzierende Hightech-Industrie sorgt für überdurchschnittliche Einkommen und eine hohe Attraktivität der Region. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sogenannte „Klebeeffekte“ – sowohl bei Studierenden als auch bei zugewanderten Fachkräften – noch zu gering ausgeprägt sind. Viele gut qualifizierte Menschen verlassen die Region nach Ausbildung oder Studium wieder.

Einigkeit bestand darin, dass die Fachkräftesicherung nur durch ein Bündel von Maßnahmen gelingen kann: die stärkere Bindung von Hochschulabsolventinnen und -absolventen, die Weiterentwicklung der dualen Ausbildung, eine engere Zusammenarbeit der arbeitsmarktpolitischen Akteure sowie eine gezielte und bedarfsgerechte Fachkräftezuwanderung.

Herzlichen Dank an Stefan Scholz und Wilfried Röpke für die fundierten Impulse sowie an alle Teilnehmenden für die engagierte Diskussion.

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