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Bericht
29.03.2022
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Aus den Ländern (Berlin-Brandenburg): "Wir werden es ohne Technik nicht schaffen!"

Prof. Dr. Philipp Bouteiller stellt das Bauprojekt auf dem ehemaligen Flughafengelände Tegel vor
©None

Zum ersten Mal fand in diesem Jahr eine interdisziplinäre Videokonferenz der Landesfachkommissionen Metropolregion Berlin-Brandenburg und Digitalisierung statt. Im Gespräch mit Prof. Dr. Philipp Bouteiller, Experte für die Bereiche Digital Business, Urban Technology and Smart Cities, ging es um das große interdisziplinäre Bauprojekt auf dem ehemaligen Flughafengelände Tegel.

 

Auf dem 500 Hektar großen Areal, das flachenmäßig in etwa 5 Prozent der Gesamtfläche von Paris entspricht, wird in den kommenden Jahren ein urbanes Technologiezentrum entstehen. Neben einem großen Wohnquartier soll auch Platz sein für einen Universitätscampus, einen Industriepark und einen aufwändig gestalteten Landschaftsraum. Laut Prof. Dr. Bouteiller stand bei der Planung vor allem eins im Fokus: Nachhaltigkeit. Man wolle auf positive Narrative setzen und attraktive Lösungen für die größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anbieten, so der langjährige Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH.

 

Das Projekt auf dem ehemaligen Flughafengelände ist insbesondere deshalb weltweit einzigartig, weil es von der Ideengenerierung bis zur Massenfertigung jeden wirtschaftlichen Prozessschritt abbilden kann. Der Dreiklang aus Wissenschaft, Forschung und Industrie soll Tegel künftig zur Heimat urbaner Technologien machen. Mit Hilfe von vernetzter Intelligenz und einer adaptierfähigen Wandelbarkeit sollen Lösungen für Mensch und Natur gefunden werden, um auch in Zukunft in maximaler Freiheit leben zu können.


Hierbei bietet auch das Bauprojekt selbst einige innovative Lösungen an. So soll ein ausgeklügeltes Energiekonzept die Synergien der vielfältigen Stakeholder bestmöglich nutzen, um maximal ressourcensparend zu sein. Ein Kreislauf aus Abwärme, Geothermie, Biogas und Fotovoltaik stellt die klimaneutrale Versorgung des Areals sicher. Weiterhin sollen Recyclingmechanismen möglichst nachhaltig gestaltet werden. Regenwasser wird im Quartier gehalten und vollständig weiterverwendet. Das Schwammstadt-Konzept beinhaltet dabei auch Überflutungsflächen für Starkregenphasen - ein wichtiger Aspekt in Anbetracht der zunehmenden Häufigkeit solcher Ereignisse.