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Bericht
19.09.2022
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Die Auswirkungen des russisch-ukrainischen Kriegs auf den deutschen Mittelstand

Die Unternehmernetzwerke Familienunternehmen und Mittelstand sowie der Internationale Kreis des Wirtschaftsrats Hessen im Gespräch mit u.a. Nicola Beer MdEP, Vizepräsident des Europäischen Parlaments.

©Wirtschaftsrat Hessen

Der russische Einmarsch in die Ukraine bringt vor allem den Menschen im zweitgrößten Flächenland Europas viel Leid. Es erschüttert aber auch die deutsche Wirtschaft. Bis zum Kriegsbeginn waren in der Ukraine 2.000 deutsche Unternehmen mit insgesamt etwa 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv. Wie stark sind die Folgen des Krieges auf die deutsche Wirkung? Welche Auswirkungen sind im deutschen Mittelstand spürbar?

Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Nicola Beer, plädierte trotz der schwierigen Zeit für mehr Zuversicht. „Putin greift nicht nur die Ukraine an, sondern auch die Soziale Marktwirtschaft und den deutschen Mittelstand“, erklärte Beer eingangs. In ihrem Impuls versuchte sie die Auswirkungen des Krieges auf den deutschen Mittelstand einzuordnen und bezeichnete den Ukraine-Krieg als neue Realität. Allerdings machte sie deutlich, dass Putin den Krieg nicht gewinnen darf. Nicola Beer versuchte, trotz der schwierigen Situation mit Inflation, exorbitanten Energiepreisen und steigenden Rohstoffpreisen, einen zuversichtlichen Ausblick zu geben. Aber die Perspektiven  sind sehr pessimistisch.

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Günther Weiß, Mitglied des Vorstands der Energieversorgung Offenbach AG (EVO), und Björn Vortisch, Partner der enexion GmbH, stellten an diesen Abend den deutschen Mittelstand dar. Sie berichteten über die bereits jetzt spürbaren Auswirkungen des Kriegs auf ihre Unternehmen. Im Mittelpunkt der Impuls stand dabei die Energiekrise und die Gasmangellage. „Die Energie hat ein neues Preisschild bekommen“, so Günther Weiß am Ende seines Impulses.

Eine spannende Diskussion zwischen den Impulsgebern und dem Publikum rundete den Abend ab. Dabei herrschte Einigkeit, dass Wirtschaft und Politik gemeinsam mutige Schritte gehen müssen.

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