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Bericht
29.04.2020
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Landesregierung hat schnell entschieden

Wolfgang Holzhauer, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates im Saarland, konnte Ammar Alkassar, Bevollmächtigter des Saarlandes für Innovation und Strategie, zu einer Videokonferenz begrüßen. Alkassar machte dabei deutlich, dass das Saarland im Rahmen der Corona-Pandemie schnell Entscheidungen getroffen hatte, um den Unternehmen zu helfen und die Handlungsfähigkeit zu erhalten. Wichtig sei es, die Wirtschaft bei den Entscheidungen mitzunehmen, um so auch eine breite Basis für Akzeptanz zu schaffen.

Ammar Alkassar: Saarland 2030 bleibt Aufgabe
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Aktuell arbeite man an einer Strategie „Saarland 2030“ und verliere dies auch während der Corona-Pandemie nicht aus dem Blick. Das Saarland brauche Vision und Strategie für das nächste Jahrzehnt. Ziel dieser Mission sei es, dass das Saarland aus eigener Kraft gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen könne. Hierbei sei auch die Solidarität der anderen Bundesländern gefordert, solange das Saarland noch mit den Folgen des Strukturwandels befasst sei. Langfristiges Ziel müsse es sein, vom derzeitigen Nehmer- zu einem Geberland zu werden!


Alkassar machte deutlich, dass zu Beginn die Corona-Maßnahmen Ecken und Kanten aufgewiesen hätten, die im Laufe der Zeit abgeschliffen werden konnten. Er machte deutlich, dass sich die akute Gesundheitssituation mittlerweile etwas entspanne und sich Möglichkeiten zur Öffnung ergeben. Die  Solidargemeinschaft werde aber nicht alles kompensiere könne, was jetzt an Probleme und Ausfällen entstehe. . Deshalb sei es wichtig, dass die finanziellen Hilfen zielgerichtet und effektiv erfolgten. Auch im Saarland seien große Anstrengungen unternommen worden, kurzfristig zu helfen. Das Saarland habe Sonderschulden im Zuge der Corona-Pandemie aufgenommen, die in den nächsten 50 Jahren getilgt würden.


Insgesamt handele es sich bei der Bewältigung der Folgen der Pandemie um einen Lernprozess, der auch das Saarland vor Herausforderungen stelle. Hierbei ließen sich im Saarland durch Innovation in neue Technologien zukunftsträchtige Geschäftsfelder erschließen. Alkassar erinnerte an die ausgesprochen hohe Dichte an hochmodernen Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Saarland. Es gelte diese Forschungsexzellenzen in Unternehmen und Startups einzubringen.


Weitere Lockerungen seien bereits beschlossen. Das Oberverwaltungsgericht habe die Öffnung von Geschäften von über 800 qm zugelassen. Die Landesregierung hätte zeitgleich die Beschränkungen aufgehoben. Man müsse sich aber insgesamt auch in einem gemeinsamen Korridor mit den anderen Bundesländern bewegen. Insgesamt müsse das Saarland mehr Selbstbewusstsein zeigen und auch in der Außenwirtschaft stärker werden, insbesondere auch in der Partnerschaft mit Frankreich. Hier seien durch die Grenzschließungen in den vergangenen Wochen Verstimmungen entstanden, die es rasch wieder zu beheben gelte. Aus dem Teilnehmerkreis wurde der Wunsch geäußert, diese Bestrebungen im Außenhandel verstärkt auf die USA und China auszuweiten.